Wenn wir den Pappe-Deckel auf der Rückseite abschrauben, was sticht ins Auge ? Nicht der Motor, nicht die Leiterplatte, nein, die beiden korrodierten Sicherungen, fast völlig mit Grünspan überzogen. So kann das doch gar nicht mehr laufen.
Sollte es auch nicht, denn der Rest war auch nicht mehr besser. Aber: Wir hatten es ganz gezielt zum Sezieren gekauft.
Über den löchrigen Pappe-Deckel unten drunter kann man geteilter Meinug sein. Selbst vermeintliche honorige Japaner haben damals für extrem viel Geld billigste Presspan- Lochplatten hinten auf ihre Edel-Monster "draufgeklopft". Im Bereich "Japaner" und dort unter "Akai" finden Sie haufenweise Beispiele.
Als Highlight kann man den Druckgussrahmen betrachten, denn so etwas war teuer in der 1962er DDR. Und er war gar nicht schlecht gemacht. Die Köpfe saßen beide direkt auf hohen Sockeln auf diesem robusten Chassis. Das Chassis war regelrecht massiv, daher auch (weiter oben schon) der Vergleich mit dem T34. Die Entwicklung muß also viel früher eingesetzt haben, also weit vor 1960.
Auf der Unterseite sieht man die leichte Verrippung und die in das Chassis integrierten Halterungen der beiden Wickelteller. Der Motor saß an langen Bolzen oben rechts (weiter unten auf dem Bild von der Rückseite zu sehen).
Und dann fallen noch zwei riesige Hubmagnete auf, die wesentliche Laufwerksfunktionen steuern. Da kann der Lautsprecherkorb aus Aluminiunm auch nichts mehr wett machen, das Gerät war insgesamt sehr schwer.