Es ist ein Zweikopf Gerät, das heißt, Aufnahme und Wiedergabe erfolgen über den gleichen Magnet-Kopf. Da läßt sich nichts optimieren. Das bringt somit erhebliche Qualitätseinbußen mit sich. Es ist einfach die unterste Lowcost Variante.
HiFi ist so nicht zu machen, selbst die mikrige deutsche Hifi Norm kann nicht ereicht werden. Die Köpfe sind aus heutiger Sicht furchterregend.
Die Fotos sind nicht so berauschend geworden, die Lichtverhältnisse waren nicht mehr gut. Am roten Löschkopf sieht man die verkrusteten Bandabriebe im unterenTeil deutlich. Auch die von der scharfen Bandkante in die starre Bandführung eingeschliffene Rille ist zu erkennen.
Darum dreht sich bei den DLT Laufwerken alles. So kann es niemals einschleifen.
Der Filz-Andruck-Streifen sollte das Band an den Kopf drücken. Das mit der gleichmäßigen Band-Spannung hatten die Bandgeräte damals alle nicht richtig im Griff. Entweder sie war zu heftig (zu stramm) oder zu locker. Also wurde mit diesem Filzband nachgeholfen und ein erträglich gleichmäßiger Bandandruck erreicht. Jedenfalls bis der Filzstreifen voller Bandstaub war und nur noch quietschte. Dann fing der Ton an zu jaulen, lange bevor andere Komponenten wie die Capstan-Achse nicht mehr mitmachten.
An der Capstan-Achse sieht man ganz deutlich (Foto vor der Reinigung), wie der Band-Abrieb der damaligen Bänder sich verklumpt hatte und fest gesetzt hatte. Der Autor hatte erhebliche Mühe, diese Andruckrolle wieder einigermaßen zu reinigen. Selbst mit Alkohol bzw. Spiritus ging es nicht. Eine Klinge mußte her.
Als letztes Bild die Gummi-Andruck-Rolle, die bei Aufnahme und Wiedergabe das Band an die Capstan-Achse der großen Schwungscheibe gedrückt hatte. Diese Gummi-Rolle ist nach 40 Jahren so stark ausgetrocknet und eingerissen, daß wir dieses Gerät wahrscheinlich so nicht mehr in Betrieb nehmen können.