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Ein ganzer zweiter Bereich über digitale Kassettenrecorder

unsere DAT Rekorder im Studio
SONY hat die 120min Kassette
Beide Kassetten im Vergleich
1 Schachtel BASF 34min
nur 34min pro Kassette
CC analog und DAT Größen
Messungen Frequenzgang

dieser Teil abgespalten und getrennt vom analogen Teil im Aug. 2019

Die Magnetbandaufzeichnung auf Tonband hatte 1934/1935 in Berlin angefangen. Alles Vorherige auf irgend einem (Stahl-) Band war Murks und funktionierte nur mittelprächtig. Nach 1945 versuchten mehrere Firmen, dieses Magnetophon-Band zwecks besserer Bedienbarkeit in kleine oder große Kassetten zu stecken. Selbst in USA gab es mehrere recht ausgefuchste Konzepte, in Deutschland natürlich auch. Keines dieser Konzepte konnte auchnur marginale Erfolge erzielen. Dann zeigte 1963 Philips eine ganz kleine Kassette und die machte wider alle Erwartungen das Rennen. Als dann ab 1983 die CD kam, war das das endgültige Aus für die großen Bandmaschinen sowie auch ein straker Einschnitt für die Philips CC-Kassette. Doch die CD konnte man nicht selbst nach Lust und Laune füttern. Das kam viel später erst.

Das war 1986 der Ansatzpunkt bei SONY, ein höchstqualitatives Aufnahmemedium ohne all die Schwächen der bisherigen Medien (oder Datenträger) zu entwickeln. Sie nannten es "Digitales Audio Tape" = DAT und es steckte der gesamte Grips und die Erfahrung der SONY Ingenieure aus dem professionellen SONY Broadcast Bereich drinnen.
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Ein eigener Bereich, weil nur das Band gemeinsam ist.

Mit der normalen Längs-Spur Aufzeichnung war die Datendichte dermaßen begrenzt, daß die Videorecorder so nie funktionieren konnten, auch wenn die BASF uns das mal so "vertuckeln" wollte. Auch andere Firmen wie AKAI und AIWA sind daran gescheitert. Mit der Schrägspur-Technik geht einfach mehr an Daten auf das (fast gleiche) Band. Dabei ist es dem Band egal, ob das Töne oder Bilder oder beides sind.

Und es gehen viel mehr Informationen zusätzlich zu dem eigenlichen Zweck (Töne bzw. Musik) noch auf das Band. Zwingende Voraussetzung war natürlich, daß die Musik wie auf der CD vorher digitalisiert werden mußte. Ab der Entwicklung der CD (etwa 1979) konnte man das mit erschwinglichen Wandler-Chips von mehreren großen Herstellern.

SONY entwickelte den ersten Consumer recorder, den DTC-1000ES DAT Recorder und versuchte nun, möglichst viele Mitstreiter für dieses neue Magnetband-System zu gewinnnen. Sie stießen dabei auf zwei ganz harte Brocken von Widerständen.

Das erste war die exorbitant geniale Qualität auf diesem kleinen Band, die natürlich beim digitalen Kopieren nie wieder verloren ging. Jede digitale Kopie, auch die 500te war genauso gut wie das Original. Das war jetzt ein Bumerang, der so nicht geplant (oder bedacht) war. Weltweit wurde nämlich von den Lobbyorganisationen - die auch gewaltige Umsatz-Einbrüche hatten - der "bösartige gewalttätige und rücksichtslose Schwerverbrecher", der überall gegenwärtige "Raubkopierer" an die Wände gemalt.

Die Musik-Labels hatten (bislang noch) so viel Geld (gescheffelt), daß sie in den weltweiten Tageszeitungen und Magazinen ganzseitige Vierfarb-Anzeigen schalten konnten, um dieses böse DAT-System zu torpedieren und zu diffamieren. Aber auch das sollte sich viel später als fatales Eigentor der Musik-Labels herausstellen, als der PC Allgemeingut wurde.
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Der Wettbewerb wurde auch in Japan gnadenlos

Bis etwa 1976 hielten sich japanische Unternehmen (im Ausland) gegenseitig "die Stange", wenn es um nationale Fragen bezüglich der Nation, der japanischen Bürger, der Kultur, der japanischen Qualität und des japanischen Lokalpatriotismus ging. Die weltweite Sättigung des scheinbar grenzenlosen Wachstumsmarktes in USA, Europa und auch in Japan veränderte dieses Denken, denn es ging wirklich ans "Eingemachte", also um die nackte Existens von hunderttausenden von Mitarbeitern in den japanischen Werken. UNd dshalb war das Werben von SONY bei den "Kollgen" mit sehr vielen kulturellen Problemen verbunden. Ein Hersteller wie PIONEER konnte doch den SONY Managern nicht einfach sagen, ja, wir machen mit, aber wir sind gerade fast pleite. In der Marantz / Superscope Historie lesen wir viel über die turbulente Jahre ab 1978.

Die SONY Manager wußten aber sehr genau, daß der Philips/Sony Durchmarsch wie bei der CD 1983/1964 nicht zu wiederholen war.

Die DAT Technik von SONY war brilliant

Ich hatte mich immer gesträubt, Benutzeranleitungen hier im Museum zu veröffentlichen. Die gehören da eigentlich nicht hin. Das können andere besser. Doch um diesen gewaltigen Fortschritt (und natürlich auch die Schwächen der analogen Technik) besser zu vestehen, fangen wir mit dem SONY DTC 1000 ES an.
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