Die Telefunken Bandgeräte AW1/AW2
Die AEG-Telefunken Bandgeräte AW1/AW2 kamen kurz hintereinander auf den Markt, das AW1 im April 1950 und das AW2 im Juli 1950. Das AW1 hatte nur die alte schnelle Bandgeschwindigkeit 38cm/s mit Voll-Spur-Köpfen wie auch das noch ältere AEG K8.
Das AW2 hatte dann Halbspurtechnik und eine umschaltbare Bandgeschwindigkeit 19cm/s und 38cm/s und immer noch die offenen Bandwickel auf sogenannten Wickeltellern.
Bis zum Einstieg von Max Grundig in den Tonbandgeräte-Markt zum Jahresende 1951 war das sogenannte "State of the Art", also das Bestmögliche, das es zu kaufen gab. Das AW1 mit Vollspur wurde in nur ganz wenigen Stückzahlen gebaut und ist entsprechend rar geworden. Das AW2 war mangels Alternative schon öfter zu bewundern. Das große 3 Motoren Studiogerät AEG K8 wurde in ganz kleinen beinahe homöopatischen Stückzahlen gebaut und dann in wenigen Jahren vom AEG-Telefunken M5 abgelöst.
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Die Technik des AW1/AW2 war einfach.
Es war eine Zweikopf-Maschine mit einem Motor. und da man es nicht anders kannte, wurde das Tonband als Bandwickel direkt auf den linken Teller aufgelegt. Alleine das mußte sehr sorgsam erfolgen, denn ein heruntergefallener 22cm Bandwickel war allermeist im Eimer .... und die Bänder waren damals richtig teuer.
Die Amerikaner hatten damit ganz schnell Schluß gemacht. Hatten die allerersten AMPEX 200 Bandgeräte noch offene Wickel, wuden in USA Kunststoff-Spulen wie beim 8m und 16mm Film eingeführt. Gleiches hatte auch Max Grundig mit dem Reporter 300 in 1951 beworben.
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Das Chassis der AW1/2 war alles andere als Hightech
Die massiven und schweren Gußchassis der AEG K1 bis K7 Geräte (alles fast baugleiche Vorkriegsmodelle) waren viel zu aufwendig, sodaß eine Blechkonstruktion gewählt wurde. Der extrem große und dicke AEG Antriebsmotor war nicht zu übersehen. Die Laufwerksmechanik mit den beiden Wickeltellern mitsamt der Bandbremsen erfolgt über Gummiriemen. Die Elektronik befindet sich in einem angeflanschten eigenen Modul.
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Das Alter im Jahr 2026
Das Alter nagt natürlich auch hier wie bei den Menschen. Nach 75 Jahren ist fast alles vom Zerfall bedroht. Besoders kritisch wird es bei den 220 Volt Zuleitungen und Ableitungen.
Die Gummi-Umhüllungen und Isolier-Kabel sind fast ausnahmslos am Zerbröckeln und das ist bei 230 Volt kein Kavaliersdelikt, das ist lebensgefährlich.
Die Tonköpfe
Sowohl die Firma BOGEN Brlin als auch Wölke in Bayern waren noch nicht so weit. Telefunken produzierte die Magnteköpfe immer noch selbst. Man sieht an der gewaltigen Abschirmung des AW-Kopfes, daß die Entwikler große Proememit der Einstreuung des 50 Hz Brumms hatten.









