Und Geld verdirbt die Freundschaft. Auch wenn der Max und der Kurt einmal Freunde waren, beim Geld hört die Freundschaft auf. Die Story geht weiter.
Hier ein seltenes Exemplar. Die Geschwindigkeit betrug 19 cm/s und der Frequenzgang ging von 50 Hz bis 10 KHz. Das war damals absolut sensationell.
Die normalen Menschen waren nur (aus heutiger Sicht) die insgesamt mäßige Qualität der Mittelwelle gewohnt. UKW gab es ja überhaupt erst seit 1950 und diese komische "Ultra Kurz Welle" war ja eigentlich eine (wenn auch geniale) Notgeburt durch den Entzug (verlorener Krieg) der Sendefrequenzen auf der Mittelwelle. So war das Tonbandgerät anfänglich nur langsam im Kommen.
Von den angepeilten Massen-Konsumenten konnten verhältnismäßig wenige diese neue Errungenschaft wirklich beurteilen und auch nutzen.
Die Eltern des Autors präsentierten erst im Dezember 1956 den staunenden Kinderaugen ein großes Grundig 3D Klang Radio unter dem Weihnachtsbaum, das sogar richtige Musik wie im Kino (einer der damals wenigen möglichen Vergleiche) wiedergeben konnte. An ein Tonbandgerät war bei einem Einkommen meines Vaters (des alleinigen Hauptverdieners) von DM 310.- im Monat gar nicht zu denken. Selbst uns bekannte Kinobetreiber im Rheingau schoben die Anschaffung eines Bandgerätes Jahre lang vor sich her.
Rechts noch das magische Auge, eine Errungenschaft, die uns Kindern ganz besonders gut gefiel, leider aber unerreichbar weit weg lag.