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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Modellwechsel zur moderneren Baureihe

Und sie konnten jetzt endlich auch senkrecht stehen. Die gesamten Drucktasten sind jetzt in der Mitte vor dem Kopfträger plaziert. Die Stoptaste reicht von den beiden Tasten ganz links und ganz rechts über die ganze Breite des Tastenblocks. Die gesamte Laufwerk-Mechanik basiert zwar auf einem Blechchassis, ist dennoch sehr robust und verwindungssteif - also nahezu mustergültig.

Ein kleiner aber wichtiger Wermuststropfen für die gesamte Baureihe

So gut wie alle TK 24x/TK600 Geräte hier auf dieser Seite mit dieser Mechanik spulen nicht mehr rückwärts. Alterungsbedingt ist eine kleine Gummi-Andruckrolle ausgehärtet und platt (oder glatt) wie eine Glasfäche. Da reibt nichts mehr an diesem Reibrad, es rutscht nur noch - und hat keine Kraft mehr.

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Grundig TK 246 Hifi (1969/70)

Eine für damals tolle Optik im Studio Look mit Schiebebahn- Reglern. Daß die nach 40 Jahren kratzen, war wohl einkalkuliert, doch die Drehpotis kratzen auch bereits.

Hier hatte der alte Max Grundig wieder das Gespühr für den Trend der Zeit, das ihm später angeblich entlaufen sein soll. Es ist die letzte Serie von soliden mechanischen Laufwerken, sogar mit einer Bandzugregelung auf der rechten Seite. (falsch, die gabs auf beiden Seiten des Kopfträgers) Die Mechanik dieser Laufwerke ist in allen Versionen baugleich. - Das TK 246 hatte übrigens keine Endstufen - im Gegensatz zum TK 248. Billig war auch das mit dem einen Zeigerinstrument für beide Stereokanäle - schade.
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Grundig TK 248 Hifi (1969/70)

Und hier sieht man, daß der Besitzer keine Ahnung von diesen Geräten (mehr) hatte, denn die (Einmotoren-) Grundigs konnten nie mit nur "einer" ALU Spule vernünftig Umspulen. Das Band riß zumeist beim ersten Stop oder wickelte riesige Schlaufen in der Nähe der Tonköpfe ab. Der Gewichtsunterschied der beiden Spulen überforderte die damalige Grundig Mechanik.

Der Tonband-Fan auf dem zweiten Bild hat es besser hin bekommen. Das TK 248 war das 2.beste Gerät unterhalb des TK 600 und hat 2 Stück 4  Watt Endstufen und dazu 4 Lautsprecher - und das in diesem kleinen Gehäuse. Wir schaun da auch mal rein, inzwischen (2015) haben wir eines geschenkt bekommen. (drittes Foto -  eines aus der ersten Prdoduktion von 1970.)

Beim TK 248 konnte man nur eine Mono- Hinterband- kontrolle abhören. Warum die das gemacht hatten, ist unergründlich. Weiterhin kann es laut Datenblatt nur bis 16.000 Hz aufzeichnen, die nach unserem Wissen baugleichen Köpfe des TK 600 aber bereits bis 18.000 Hz. Scheint aber alles nur Markting zu sein, damit das TK 600 immer etwas besser da stand.
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TK 248 Seriennummern

Es wäre schon interessant, wie viele von diesen 248er Typen gebaut wurden. Von dieser ganzen Serie sollen von 1969 bis etwa 1974 weit über 240.000 Stück gebaut worden sein.

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Weitere Seriennummern von Geräten dieser Baureihe sind willkommen, am liebsten mit Foto, auch per Telefon. Über diese Sereinnummern läßt sich die Gesamtzahl der Produktion sowie die Verbreitung abschätzen.

TK 222 13814
TK 244 16798
TK 246 15220
TK 248 41844 + 106482
TK 600 13623
TS 600 75853
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Händlerpreise Apr. 1973 - TONBANDGERÄTE 200er Serie

mit Erstbestückung Einkaufspreis+ Mwst. Verkauf in etwa
TK 244 HiFi 582.50 727.-
TK 248 HiFi 703.50 858.-
TK 600 HIFI 887.50  
TS 600 HiFi 809.50  
     
ohne Erstbestückung    
TK 244 HIFI 530.-  
TK 248 HiFi 624.-  
TK 600 HiFi 808.- 998.-
TM 600 HiFi 725.-  

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Die Händlerpreise von 1973 sagen nichts darüber aus . . .

daß diese Typenreihe - bzw. einzelne Typen davon - bis Ende 1973 überhaupt noch produziert wurden. Es kam häufig vor, daß diese Modelle so lange im Katalog drinnen waren, bis die meißten Händlerbestände abverkauft waren.
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Grundig TK 222 Hifi Mono (1970)

Auch hier stand etwas von Hifi drauf, was immer damals wirklich darunter zu verstehen war.

Das TK 222 war das kleinste der 200er Serie in halbspur Mono Technik


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Grundig TK 242 Hifi Mono (1970)

Das 242 war ebenfalls noch Mono, aber Viertelspur und schon mit dem Hifi Attribut versehen.
Die Mono-Geräte waren schon nicht mehr gefragt und sind auch nicht weit verbreitet.

Grundig TK 244 (1971)

Jetzt gab es endlich Stereo und viel mehr Tasten und Regler. Die Geräte TK 244 und das TS 246 erschienen etwa 1970/71 und brachten auch die Umstellung der Farbe des Bleches hinter den Spulen von Silber auf Schwarz mit.

Das war dann passend zur "Umfärbung" der großen Hifi-Verstärker SV140, SV85 und RT100 von silber auf schwarz, die danach SV200 und 100 und RT200 hießen. Das TK 222 wurde im gleichen Zug vom Markt genommen.

Grundig TK/TS 600 Hifi (1969/70)

Dieses TK 600 Gerät war die Ablösung der optisch und mechanisch viel größeren 321er und 341er Serie und paßt sicher mehr zu den 1969er Hifi-Tunern und Verstärkern.

Das TK/TS 600 erschien dann 1969/70 mit 4 echten internen Auf- und Wiedergabe- Verstärkerzügen auch für Stereo-Hinterbandkontrolle und mit Echtholzgehäuse und angeblich "besserem" Motor, um zum SV140 Verstärker ein ebenbürtiges Tonbandgerät zu haben.

Das mit dem besseren Motor stimmt natürlich so nicht, denn er scheint nur größer. Die Stereo-Endstufe mit 2 x 15 Watt wollte bei Bedarf etwas mehr Strom sehen und bei diesen Geräte-Typen waren Motor und Netz-Trafo in einer Komponente optimiert - oder auch sehr geschickt kombiniert.

Vorher : Für den ab 1968 erschienenen großen SV 140 Hifi-Verstärker wurden die damals noch erhältlichen 320er und 340er Tonbandgeräte mit den Typen 321 und 341 von dem magischen Band auf 2 einzelne Zeiger- Instrumente umgestellt.

Und natürlich gab es jetzt (oder endlich) den Senkrechtbetrieb und 5 Schieberegler, also nicht nur 3 oder gar 4. Das war dann der Grundig Vollprofi Look. Dazu gab es 2 mal 10 bzw. 2 x 15 Grundig Watt für die eingebauten Lautsprecher. - Das TS hat natürlich keine Endstufen, es sollte zu den Verstärkern passen.
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