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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Grundig schweigt sich jetzt über die Stückzahlen aus.

Irgendwie schlechtes Wetter
Akio Morita nimmt kein Blatt vor den Mund - SONYs Weg nach oben.

Während Grundig vor Jahren immer damit geworben hatte, wie viele Kunden sich weltweit für ein Grundig Produkt entschieden hatten, ("Die Sicherheit eines großen Namens") wurden diese Informationen jetzt sehr rar. Im Nachhinein ist es verständlich, denn der Markt für Grundig brach brutal in sich zusammen. Die Japaner konnten fast alles besser und das zum halben Preis.
Heute wissen wir, daß es in Deutschland wie auch in den USA in der angepeilten Kundschaft die gleichen Kleingeister gab, die vorne dicke protzige Edelstahl- und Chrom- Frontplatten haben wollten (und dafür hinten mit billigstem japanischen Schrott zusammen genagelt) und das möglichst für 380.- Dollar. Und da konnte Grundig mit seinem deutschen Styling (und natürlich auch mit den deutschen Produktionskosten) nicht mit.

Der Export schien 1978 schon länger stark eingebrochen zu sein. Die Eingeweihten wußten bereits, daß auch die Konstruktions- und Fertigungs- Qualität bei den Bandmaschinen wie den Grundig Kassettenrecordern nicht mehr stimmte.

 

Eines der besten Beispiele für den Durchmarsch der Japaner war die spätere Sony Trinitron Flachbildröhre mit den "eckigen" Ecken. Selbst die 1975er Grundig Super Color Spitzenmodelle hatten runde Ecken.
Das einzig "Eckige" waren die BH Spitzen des Bikinis des jungen Modells in der Grundig Revue. Doch das reichte dann nicht mehr.

Grundig TS 1000 (1976)

Grundig TS 1000 mit ReVox Spulen

Das TS 1000 mit den 26er Spulen kam 1976/77 sehr spät, eigentlich schon zu spät. Die Anderen in Deutschland und auf der ganzen Welt hatten in dieser Klasse den Markt längst unter sich ausgemacht.

1977 kostete das TS1000 (inklusive der auf ein (1 !!) Jahr verlängertern Garantieleistungen) ab 1.925,00 DM. Für Grundig, ASC, UHER und SABA und Phillips war zu dem Zeitpunkt mit den edlen großen Dreimotoren- Geräten schon nichts mehr zu holen.

Das große schwere Gerät an sich war und ist immer noch begeisterungsfähig, wieder ein Stückchen besser als die legendäre Revox A77 (von 1967), nur hatte die A77 bereits drei oder vier deutlich verbesserte Nachfolger aus dem eigenen Haus und mit ca. 470.000 Stück weltweit den Markt fast völlig abgeräumt.

 

Ein edles Teil mit hochempfindlichen Sensor-Tasten (später dann mit Tipp-Tasten - nein, das war ein Mißverständnis ! die gab es später beim 945) und mehrfach Mischpult und 3 Motoren fast genauso wie bei Braun, ASC und Uher. Sogar die elektronische Bandzugsregelung hatte beim TS 1000 immer funktioniert. Doch sonst gab es Macken ohne Ende und zu dem Zeitpunkt um 1976 waren es die Kunden bereits leid, sich damit herum zu schlagen.
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Das gab es erst 1980

Die Plastik-Drehknöpfe brachen, die Kappen der Schieberegler waren allzu billig und es gab lauter nervigen (typisch Grundig ?) Kleinkram. Vor allem, es war eben nur ein Grundig Gerät. Das Flair fehlte völlig, trotz der großen Spulen.

Die neuen wirklich guten Grundig Edel- Hifigeräte ab 1979 waren ja in 1976 noch nicht da und so hatte Grundig so gut wie kein Faggschiff zum protzen - wie Sony zum Beispiel.
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Die vielen 3motoren Japaner und nicht nur diese hatten bei der "Bandzugregelung" üblen primitiven gebastelten mechanischen Murks mit kleinen Federchen aller Art eingebaut. Das meiste waren gar keine richtigen "Regler" im Gegensatz zu den letzten deutschen Edelmaschinen.

 

Auch die Optik war beim Grundig TS-1000 endlich wieder ansprechend, aber. . . . es war halt nur eine Grundig Bandmaschine mit dem Image eines Opel und die meisten hatten so etwas (ihren Opel) schon.

Zu dieser Zeit strebte in Deutschland- West bereits jeder Bauarbeiter nach (s)einem Benz. ("Abteilung Größenwahn")

Wir haben ein TS 1000 geschenkt bekommen. Mehr zu dem Innenleben des TS1000 gibts bei Einblicke in die TS 1000.

Grundig TS 945 (1977)

Das war dann 1978 das vermutlich letzte Gerät unterhalb des TOP Modells TS 1000 und es hatte auch diese exotischen 22er Spulen. Der Unterschied ist marginal und hat sicher mehr verwirrt als bestätigt. Da hatte es REVOX mit seiner A77 deutlich bessser. Dort gab es kein solches Verwirrspiel. Man mußte in der damals aktuellen Grundig Revue die ganzseitigen Technik-Tabellen mit irrsinning vielen und sehr klein gedruckten Daten und Eigenschaften sorgsam und mühsam durchgehen. Und der Erfolg gab natürlich Revox/Studer recht. Die haben 470.ooo Stück von der A77/B77 verkauft

 

Baujahr ca. 1978, Neupreis knapp unter DM 1.500.-, Transistoren / ICs: 75 / 8, Geräuschspannungsabstand: max 64 dB, Umspulzeit ca. 140 sec bei 900m auf 22er Spule, Gewicht: ca. 13 kg
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Grundig TS 925 (1978)

Der Aufsteiger mit 22cm Exotenspulen. Warum nur 22er Spulen ? Warum nicht gleich vom relativ geringen Erfolg vom Braun TG 1000 lernen und es den (verdammt erfolgreichen) Japanern nachmachen.

 

Ob die Kunden die difizilen Unterschiede dieser 900er Modellreihe jemals verstanden hatten oder ob da nur noch der Preis ausschlaggebend war ? Mir waren diese Geräte immer fremd geblieben. Jedenfalls hatten sie jetzt 3 Motoren und liefen damit einfach besser.

Das war´s dann zu Grundig. Der Markt sprach eine andere Sprache und dieser Markt war zu Ende. Der erfolgreichste Japaner, Akai, hatte nach langem Zögern (die Hoffnung stirbt zuletzt) 1985 die Produktion von Bandmaschinen völlig eingestellt.

 

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