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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Das verkannte Genie - das UHER Royal de Luxe.

Blick auf die Uhers und andere
Unser erstes Uher Royal
Der geniale Schalter von oben
und hier von der Seite

Jeder Hersteller versuchte so ab 1967/68 nur noch oder mußte sich aus der Masse der Angebote herauszuheben. Grundig mit gewaltigen Geräten wie dem TK320, Revox mit der ersten A77 und dann Uher mit dem zweiten jetzt optisch deutlich verbesserten UHER Royal De Luxe, ein Einmotoren- Wunderwerk mit diesem völlig irren mechanischen Universal- Einhand- Schaltknopf.

Wie bei dem ersten Royal, mit diesem einzigen Drehknopf steuerten die deutschen Ingenieure sämtliche (nicht-) Laufwerks- Funktionen, einfach perfekt genial und . . . . überkanditelt.

Aus heutiger Sicht ein absoluter Overkill. Wir gekommen bald noch ein Detail-Foto von diesem irren Schaltmonster mit 12 Ebenen und hunderten von Kontakten und Röllchen und Federchen und Drähten. Und die wurden damals alle von Hand angelötet, diese mehreren hundert Drähtchen und es waren deutsche Hände, jedenfalls damals.

März 2006 - wir bekommen solch ein Uher Royal de Luxe zum Fotoshooting.
Es ist da und es stinkt.
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Nachtrag Frühjahr 2011

Inzwischen haben wir weitere 3 Uher Royal de Luxe und weitere Variocords 263 geschenkt bekommen. Also nicht alle stinken so sehr nach den Isolationsmaterialien wie unser Erstes. Ein Satz ganz neuer frischer Gummiriemen ist auch für nur 8.- Euro eingelaufen.
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Ein Meisterwerk, der Drehschalter

Dieser Drehschalter (inzwischen etwas schöner verpackt) war wirklich ein geniales Meisterwerk mit 12 Schaltebenen, etwas anfällig vielleicht, aber technisch unübertroffen und von anderen nie richtig kopiert, auch von den Japanern nicht.

 

Nur mit den beiden mechanischen Band- Fühlhebeln links und rechts am Kopfträger gab es (bei allen Uhers, die solche hatten) immer wieder Ärger. Sie neigten (und neigen immer noch) zum Schwingen und Rappeln, das war bei einer Revox nie passiert. Und damit waren die unendlichen Vorschußlorbeeren recht schnell aufgebraucht, auch wenn verbissene Verfechter der Uher Qualität sagen, das hätte "man" absolut perfekt justieren können. Doch wer ist "man"? Die Uher Werkstätten taten sich damit sehr schwer.

Nicht nur ein Genie, nein ein Universalgenie . . .

Das Uher Royal konnte in 4 Geschwindigkeiten aufnehmen und wiedergeben und nirgends war es so einfach, von Viertelspur auf Halbspur umzurüsten. Und mit 2 Lautsprechern konnte man die Aufnahmen sofort laut abhören. Das war damals 1968 einfach toll. Wenn es jetzt noch 3 Motoren gehabt hätte . . . . .

Die Bedienung war für diese Menge an Funktionen noch richtig übersichtlich. Ja, wenn es nur nicht "soooo" teuer gewesen wäre.
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Die Feinheiten steckten im Detail.

Der Teufel steckte bei dem Uher Royal (und in fast allen Modellen mit diesen Band-Fühlhebeln) im Detail, in der Bandzugsregelung auf rein mechanischer Basis mit den langen Fühlhebeln. 

 

Die Fühlhebel lockerten mit zunehmendem Bandzug die Bremsen und gaben dem Band etwas mehr "Luft", also weniger "Zug". Dabei sollte natürlich die Zug-Beanspruchung des Bandes so gering wie möglich sein, die Bremswirkung oder die Regelgenauigkeit aber so groß wie möglich. Und diese beiden Forderungen unter einen Hut zu bringen, das war auf rein mechanischer Basis schier unmöglich, jedenfalls damals.

 

Wir haben mehrere Varicord 263 und ein 560 Royal und drei Royal de luxe (also die neuere Version) bekommen und werden sie alle zerlegen und nur ein Royal de Luxe zum Arbeiten animieren.
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Es gab mehrere Baumuster dieses UHER Royal de Luxe.

Das erste Uher Royal (das UR Royal) war optisch noch recht hausbacken und hatte noch den dicken Druckgußrahmen für die Frontplatte. Auch gab es zwei separate Aussteurerungs- Instrumente oben auf dem Kofträger. Das ganze steckte anfänglich auch noch in einem unspektakulären grauen Koffer.

 

Erst die nachfolgende Generation der "De Luxe" Versionen kam optisch besser weg und es gab das Royal de Luxe dann auch im Edelholzgehäuse und in schwarz. Die ersten Versionen hatten links neben der Aussteuerungsanzeige mit schwarzer Skala ein grünes Leuchtfeld. Später hatten die Aussteuerungsinstrumente eine silberne Skala mit einen blauen Leuchtfeld links.

Das Uher Royal 561 hatte dann eine billigere Optik, dafür aber deutlich lesefreundlichere Instrumente mit heller Skala.

Wir haben inzwischen 3 Uher Royals bei uns

Es muß doch riesen Stückzahlen von den Uher Royal de Luxe Geräten gegeben haben, mehr als heute wieder auftauchen.

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Haben Sie Seriennummern ausserhalb der bereits Gezeigten, bitten wir um ein Foto.
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ebay - immer für einen Scherz gut.

UHER ROYAL DE LUXE - Die Tonbandmaschine ist sehr gut erhalten, wie NEU!!!

Die zwei Bänder von Shamrock und der dazu gehörige Deckel sind auch dabei !

Die Maschine wurde auf Wiedergabe getestet, sie funktioniert soweit einwandfrei; aufgrund des unbespielten Bandes waren keine Töne zu hören.

Einen Einblick in das Innenleben des Uher Royal de Luxe

Da wir die Geräte alle öffnen und dabei mit der Kamera das Gefundene dokumentieren, gibt es viele spezielle Seiten mit Einblicken in die Bandgeräte samt allgemeinen Informationen zu Ihrer Erwartungshaltung. Mehr über die Uher Royals finden Sie hier.

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Damals beeindruckende technische Daten:

  • 4 Bandgeschwindigkeiten, 2 Mikrofonanschlüsse, eingebaute Lautsprecher, umschaltbar Stereo/Mono, Echo, Diaschau. Kopfträgerplatte abnehmbar. 2 oder 4 Spur durch auswechselbaren Kopfträger.
  • Bandgeschwindigkeiten: 2,4, 4,75, 9,5, 19 cm/s, Max. 18cm Spulen.
  • Antriebsart: 1 Motor.
  • Kopfbestückung: 4 Tonköpfe (Dia-Kopf serienmäßig).
  • Eingänge: Mikrofon: 0,12 mV bis 70 mV, 2 kOhm Radio: 1,2 mV bis 110 mV, 47 kOhm Phono: 40 mV, 1,2 MOhm Reserve: 200 mV bis 18 V, 50 kOhm.
  • Ausgänge: DIN: 750 mV, 15 kOhm Monitor: 750 mV, 15 kOhm
  • Verstärker: 6,4 V, 4 Ohm Verstärkerausstattung: 2x 10 Watt Sinus, 4 Ohm.
  • Aussteuerungsanzeige: Doppel-Spitzenwertanzeige.
  • Lautsprecherbestückung: 2 eingebaute Lautsprecher.
  • Frequenzgang: 4,75 cm/s: 20 Hz bis 9 kHz 9,5 cm/s: 20 bis 15 kHz 19 cm/s: 30 bis 20 kHz.
  • Höhenaussteuerbarkeit: 9,5 cm/s: -15 dB 19 cm/s: -10 dB Klirrgrad: < 3 % .
  • Übersprechdämpfung: 45 dB (1000 Hz, Stereobetrieb) 60 dB (1000 Hz, gegensinniger Stereobetrieb)
  • Fremdspannungsabstand: 4,75 cm/s: 54 dB (Vierspur), 53 (Zweispur) 9,5 cm/s: 54 dB (Vierspur), 53 (Zweispur) 19 cm/s: 55 dB (Vierspur), 54 (Zweispur)
  • Ruhegeräuschspannungsabstand: 4,75 cm/s: 65 dB (Vierspur), > 63 (Zweispur) 9,5 cm/s: 66 dB (Vierspur), > 64 (Zweispur) 19 cm/s: 67 dB (Vierspur), > 65 (Zweispur)
  • Gleichlaufschwankungen: 0,2 % (4,75 cm/s) 0,1 % (9,5 cm/s) 0,05 % (19 cm/s) Max. Abweichung der mittleren Geschwindigkeit (19 cm/s): +/- 1,5 % (Bei allen Geschwindigkeiten)
  • Löschdämpfung: > 72 dB Vormagnetisierungs und Löschfrequenz: 100 kHz
  • Dämpfung einer Spur durch Löschen der anderen: < 1 dB
  • Abmessungen (BxHxT in mm): 465 x 188 x 350 (Royal de luxe)
  • Gewicht: ca. 13,7 kg (Royal de luxe)
  • Unverbindlicher Richtpreis: 1258,- DM
  • Besonderheiten: HiFi-Stereo Tonbandgerät nach DIN 45500.
  • Senkrecht-und Waagerecht-Betrieb. Bandzugkomparator für geringste Bandbeanspruchung und optimale Gleichlaufwerte. Trickregler für Überspielpegel bei Multiplay und Echo. Eingebaute Echoleitung. Tonkopfträger auswechselbar. Antriebsmotor abschaltbar zur Verwendung des Tonbandgerätes als HiFi-Stereo-Verstärker. Eingebautes Mischpult mit 2 Eingängen. Vor- Hinterbandkontrolle. Wiedergabekopf verstellbar. Eingebauter Diapilot und Diakopf kann für Schmalfilmvertonung verwendet werden. Aufnahme und Wiedergabe werden optisch angezeigt. 2 eingebaute Lautsprecher.

 

 

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