Das TC 854 Quadro war dann die nochmalige SONY Steigerung, der Überhit. Noch größer, noch höher, noch schwerer (die 110V Version etwas über 35 Kilo) und noch "unbezahlbarer" (kann man das steigern?). In Japan lief es unter der Type TC 9040 (japanische Bezeichnung)
Ein großes Bandgerät vom Kaliber des TC 850 und dann noch mit 4-Spur und 4-Kanal Technik, das sah schon beeindruckend aus. Es war leider nur auf Prospekten zu sehen, ich glaube, es hatten sich nur wenige nach Deutschland verirrt. Der Preis selbst für Japan-Eigenimporte soll umgerechnet bei 7000.- DM gelegen haben.
Vieleicht hat ein "irrer" amerikanischer Soldat dieses Traumteil in den damaligen Audio-Clubs der US Airforce erstanden und dann mit Heim in die USA genommmen. Ich jedenfalls habe solch einen Boliden noch nie in Natura gesehen.
Wie wir von Willi Studer wissen, war die Entwicklung von Mehrspurtonköpfen (mehr als 2Kanäle) für 1/4" Band überhaupt nicht mehr trivial, denn es sollte ja doch eine Mindestübersprechdämpfung eingehalten werden.
Und teilweise waren die Hifi Freaks kritischer als die Tonstudio Profis, die immer etwas dichter an der Realität wohnten als die Hifi-Jünger in ihren Träumen.
Auf jeden Fall setzte SONY mit diesen Geräten Maßstäbe und die Latte war sehr hoch. Sony hatte nicht ohne Grund lange Zeit den Ruf des unumstrittenen Marktführers und die Qualität war legendär.
Und jetzt kommt der philosophische Spruch: Doch Nichts währt ewig.
In Japan hatte diese Quadro-Maschine übrigens die Bezeichnung TC 9040.
Mehr über die frühe Quadrophonie finden Sie im Hifi-Museum.