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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

TEAC / TASCAM - Update vom Dezember 2017

Das Profi-Logo auf der ATR-60
auf TEAC Consumer Maschinen
mal nur orange
mal als "TEAC Division"
mal als "TEAC Products"

In der Historie von TEAC/TASCAM ging es (für unsere Vorstellungen) ganz wild hin und her und rauf und runter. Die japanische (Mutter-) Firma TEAC hatte zwar die Fabrik(en) und den Namen TEAC, doch TASCAM war eigentlich eine US- amerikanische Ausgründung zur Befriedigung eines ganz speziellen (Hobby-) Musiker-Marktes. Und dieser spezielle US-Markt war zu diesen frühen Zeiten (noch) nicht im gezielten Blickfeld der anderen damaligen Bandgeräte- Hersteller.

Der Musiker-Markt, das waren die "blutarmen" Künstler in zerlumpten Jeans, die mit ganz viel Engagement, vielen tollen Ideen und göttlichen (musikalischen) Eingebungen - aber chronisch wenig Geld - ihre eigenen Songs auf die Beine stellen wollten. Und da war an die Nutzung professioneller Tonstudios und deren Equipment gar nicht zu denken.

So veränderten einer der TEAC Gründer (Dr. Abe Yoshiharu) zusammen mit weiteren Ingenieuren oder Technikern in ihrer US-Geschäftsstelle in Californien (Tascam = "TEAC-AM"erika) die ganz normalen Consumer- TEAC- Laufwerke zu semiprofessionellen Magnetband-Geräten. Die TEAC-Bandgeräte durften damals auf dem US-Mark nicht unter dem Namen TEAC verkauft werden bzw. sie mußten unter einem anderen Logo (oder Brand) angeboten werden.

Und jetzt mixt sich alles an Namen und Logos und Brands zusammen, es gab nämlich doch TEAC Geräte aus jener Zeit. Denn die US-Militärangehörigen in Europa  (und auch weltweit) durften zum Beispiel hier bei uns in Deutschland in den US-"Audio-Clubs" die großen schweren Prozzoprozzo SONY, AKAI-, TEAC- und PIONEER- (usw.) Bandmaschinen kaufen (und zwar sehr sehr preiswert) und dann nach der Militärzeit mit nach drüben in die USA zurück (rüber) bringen. Und deshalb gab es dort in USA auch TEAC Band-Geräte aus Zeiten, da sie dort noch nicht unter TEAC verkauft werden durften und Concertone hießen bzw. heißen mußten.

Weiterhin hatte TASCAM als US-Vertriebsfirma auch mal die originalen TEAC/Concertone Geräte 1:1 - nur mit ihrem Namen drauf verkauft -, mal wurden die Geräte mit XLR-Buchsen modifiziert und mal gab es sogar völlig andere Laufwerke samt eigener Elektronik, die es mit dem TEAC Logo bei TEAC so nie gab. Nach dem Durchlesen der diversen Foren ist das Verwirrspiel (das hin und her) der Namen und Logos groß und unsere Darstellung hier ganz bestimmt auch fehlerbehaftet. Es gab nämlich Zeiten, da hatte TASCAM die TEAC Geräte unter dem TEAC Logo angeboten.

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TASCAM, anfänglich die (Semi-) Profis von TEAC

so sah eine TEAC aus
und so die fast gleiche TASCAM

Viele der TEAC Maschinen hatten durchaus das Zeug zum Semiprofi oder zum Vollprofi. Sicher aus Preisgründen wurde aber immer wieder abgeschminkt bei der Technik. So bei den TEAC Anzeigeinstrumenten und der Spitzenwertanzeige dieser Instrumente. Die Zeiger in den kleinen wie den großen TEACs waren immer nur vage Wackel-Schwabbel Instrumente ohne eine vernünftige Aussagekraft. Das war überhaupt kein Vergleich mit den ausgefuchsten "Sample und Hold"- Schaltungen der ASC 6000 oder von Revox/Studer. - Wobei dei popeligen Instrumente von der BRAN TG1000 wie auch der ASC 6000 optisch unbefriedigend waren

Die Tochterfirma TASCAM machte es dann besser
und TASCAM verbesserte auch die Bedienung der TEAC Bandmaschinen. Eine ganze Zeit lang wurden von den TASCAM Ingenieuren in USA die japanischen TEAC Serienprodukte für den Semiprofi-Einsatz (bei den US Musikern) nachgebessert und in Japan produziert. Das ging so lange gut, wie TEAC Spulen- Bandmaschinen gebaut und produziert hatte.

Dann kam nach 1984 eine Phase, in der die TASCAM Ingenieure mal so richtig zulangen konnten.
Unsere ATR 60-8 zum Beispiel
hat mit den alten TEAC- Konstruktionen fast nichts mehr gemeinsam. Da ist edle Technik verbaut, wohl wissend, daß die Zeit der "Open-Reel" Geräte fast abgelaufen war.
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Aus unserer Sicht ist (natürlich erst im Rückblick) diese TASCAM ATR-60 (und die nachfolgende nahezu allerletzte ATR-80) -Bau-Reihe der Meilenstein von Tascam in der analogen Magnetbandtechnik. Dann war (nach 1986/87) wirklich Schluß mit neuen Geräten der alten "analog" Technik - jedenfalls in Europa.
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Die Unterschiede zwischen Hobby, Semiprofi und Profi

Bei uns in Deutschland war es bereits vor 1945 ganz deutlich. Die Profis arbeiteten alle mit dem Groß-Tuchel Steckverbinder.

Die Hobbyisten hatten diese komischen 3-poligen Flachstecker und -Buchsen an den Radios (für den Plattenspieler) und an den Bandgeräten.

In den USA gab es damals schon den sogenannten RCA Stecker, natürlich auch in Mono. Das war ursprünlich eine sehr billige Variante eines Steckverbinders. Bei uns ist der als "Cinch" bekannt. Damit wurde so gut wie alles verbunden, das keinen "dicken" Strom leiten mußte. Und damit mußten die Hobbyisten leben.

Ein Zwischending für Mikrofoneingänge und Mikro-Kabel und Kopfhörer ist der 6,3mm Klinkenstecker, den es sowohl für Mono wie auch für Stereo gibt.

Nach 1945 wurde in USA der Cannon XLR Stecker zur Norm im Studiobereich. Alle Geräte - auch beim Fernsehen - hatten diese XLR-Buchsen und XLR-Stecker und alle Mikrofone und Mischpulte und Bandgeräte hatten diese XLR Technik.

Und als die Japaner diesen Hobby- und Profi-Markt am Anfang der 1960er Jahre in Augenschein nahmen, wußten sie, es gibt dort nur Cinch, 6,5mm Klinke oder XLR. Der auch bei uns bekannte BNC Steckverbinder war der Meßtechnik vorbehalten und unserer DIN Stecktechnik war dort nicht gefragt.

Man kann also nahezu pauschal beurteilen :

  • ohne XLR nur mit Cinch = reine Hobbytechnik, auch bei TASCAM,
  • alles mit 6,5mm Klinke ist ein Zwitter im Lowcost Semiprofi-bereich
  • mit XLR ist alles oberhalb der Semiprofi-Technik und das wiederum auch bei TEAC.

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Bei TASCAM haben wir dann auch eine der Endstationen der magnetischen Tonaufzeichnung gefunden.

Oben drauf steht bereits ein DAT Recorder

Es ist ein DA 38 Digital Multitrack Recorder. Dieser Kassettenrecorder zeichnet auf 8mm Hi8 Videoband (-Material) digitale Audio-Spuren auf und zwar 8 digitale Kanäle gleichzeitig. Der Recorder hat zwar 16 Wandler, davon 8 A/D und 8 D/A, doch er hat keine Pegelregler. Auch sind alle analogen Ein- und Ausgänge sowohl unsymmetrisch über Cinch wie auch symmetrisch über einen EDV Stecker verfügbar. Dazu kann man die 8 Kanäle auch digital einspeisen. Es ist wirklich an alles gedacht worden. Das ist von der Qualität schon edelste Sahne, kam aber um Jahre zu spät und war eigentlich nur noch eine schwach glimmende Randerscheinung.

Dazu gibt es Informationen über ein empfohlenes 16 Kanal Mischpult (TASCAM M1600) mit 8 Summenreglern, auch feinste Sahne. Und erst die große Fernbedienung, die natürlich viel mehr Möglichkeiten bietet als das Grundgerät / Laufwerk. Das hat alles nur noch einen Schwachpunkt, das Magnetband. Der Rest ist perfekt.

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