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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

TEAC ist auch ein Kunstname, hinter dem sich etwas Reales verbirgt.

Im Gegensatz zu SONY steht für TEAC die "Tokyo Electro Acustic Corp". Bei SONY war die Namensgebung ganz gezielt auf den amerikanischen Markt abgestellt, auf dem man mit "Totsuko" bzw. mit "Tōkyō Tsūshin Kōgyō Kabushiki Gaisha" überhaupt nicht "landen" konnte. Das nämlich hat SONY- (Mit-) Gründer Akio Morita bereits sehr früh (1956) erkannt (und in seinem Buch sehr anschaulich beschrieben).

TEAC hatte fast genauso früh wie Akio Morita (mit seinem Partner Ibuka) mit Tonbandgeräten angefangen. In der Glanzzeit der (Open-Reel) Spulen- Magnetbandgeräte (1968 bis 1982) gehörte TEAC mit der Tochter TASCAM zusammen mit SONY zu den weltweiten Marktführern (bei den Stückzahlen). Sowohl die Deutschen als auch die Amerikaner wurden damit in wenigen Jahren aus dem Weltmarkt völlig verdrängt.

Doch die Zeiten sind in 2013 (2015) vorbei. TEAC "musste" mit ONKYO fusionieren und hat auch die konventionelle Audio Sparte so gut wie still gelegt. Natürlich wurde das als sogenannter "Merger", also ein "freiwilliger" Zusammenschluß zweier gleichberechtigter oder gleichwertiger Partner nach Draußen verkauft. In wenigen Jahren wird bestimmt der wahre Grund des Mergers veröffentlicht, - wie immer etwas später - wir schreiben jetzt erst 2017.
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TEAC und SONY hatten beide eine Profi-Abteilung

Während SONY die professionellen Geräte unter dem gleichen Namen anbot, hatten die TEAC Profi-Geräte teilweise das TASCAM Logo drauf, das kam von "Teac Audio Systems Corporation Of America". Und nicht alle Geräte mit dem TASCAM Logo waren wirklich voll professionell, da gab es schon Unterschiede. Ob das - im gesamten Rückblick gesehen - wirklich vorteilhaft war, ist schwierig zu beantworten, denn SONY hatte auch noch frühzeitig mit Videogeräten angefangen. Und die Fernseh-Branche boomte ab den 1985er Jahren. Dieses zweite Standbein hatte TEAC nicht und das war später "überlebensnotwendig".

Aber nichts währt ewig. Auch SONY hat seit 2012 dicke Probleme mit einer weltweiten Marktsättigung. Auch AKAI und all die anderen Wettbewerber aus Japan hatten mit den Bandgräten so um 1984 aufgehört. CC-Kassettengeräte wurden weiterhin angeboten, doch die Marktschwenmme und der gnadenlose Preisverfall machte allen Herstellern fürchterlich zu schaffen.
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Die TEAC Seiten sind im Werden.

Es gibt auch bei TEAC eine Flut von Modellen, die sich alle meist nur geringfügig unterscheiden.

Mal sehen, was wir da zusammen bekommen.

Anfänglich baute auch "TEAC" nur Bandgeräte

In den Jahren vor 1965 wurde noch deutlich an der Technik gefeilt und die maximal mögliche Qualität optimiert. Doch so um 1970 war das Thema fast ausgereizt und fast alle großen Wettbewerber waren auf gleichem Niveau. Zeitgleich räumte Studer mit der Revox A77 den Weltmarkt der Semi-Profis ab und verkaufte insgesamt ca. 470.000 Gerät dieser A77 - B77 Klasse. Damit war der Maßstab - ein recht hoher Maßstab - von den Kunden gesetzt.

AKAI und TEAC und auch SONY stürzten sich gezwungener Maßen
auf den weltweiten Prozzo-Kunden und sie setzten alle Energie in das vordergründige Styling der Fontseite. Die Deutschen verpassten diesen Umschwung - bis auf Grundig (TS600) - und bauten manch biedere Konstruktion bis zum bitteren Ende. Möglicherweise war die BRAUN TG 1000, die ASC 6000 und die GRUNDIG TS1000 Bandmaschine wirklich besser, doch die wenigen verbliebenen Kunden stimmten mit den Füßen ab und entschieden sich für die gebürsteten Edelstahl Frontplatten der Japaner. Das wars dann.

Doch der Verkaufsrausch dauerte gar nicht lange, denn die CD kündigte sich ab 1980 an und die gesteigerte Qualität der Philips Compact Cassette dünnte die Kundschaft gnadenlos aus. So um 1984 war dann Schluß mit den großen Boliden.
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Damals durfte ich in eine 7010 reinschaun

Als stolzer alter Revox A77 Besitzer war ich natürlich verwöhnt, nicht von der Optik, sondern von dem Innenleben der A77. Die gehörte mir und die durfte ich aufschrauben. Und dann zufällig in enem Hifistudio ein Blick in eine TEAC A7010. Das war ernüchternd. Die A77 stammte aus 1967 und die 7010 aus 1972 und das da drinnen sah gräuselich aus. Die wirren Kabelbäume und die verbauten Freiräume, das sollte die edle japanische Qualität sein, die auf den ganzseitigen AKAI und TEAC Anzeigen so gelobt wurde, nein, das war konstruktiver Murks.

Zweifellos sah das von vorne imposant aus, also deutlich imposanter als eine A77 MK1, die mit der silbernen Front. Und damit konnte man angeben, was das Zeug hielt. Heute (2015) ist das genauso wie mit den ganzen sogenannten "SUV"s, von Audi über BMW bis Mercedes, die Japaner und Koreaner hinken da noch etwas hinter her, holen aber gerade auf. Außen absolut auf prozzo prozzo und möglichst mit 4 dicken Auspuffrohren, ja, ganz genauso wie damals mit den blanken blinkenden Edelmetall verkleideten Prozzo Banderäten der Japaner.
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TEAC A4010 GSL

Eine der ersten Maschinen mit einer 3 Motoren Tipptasten Steuerung. Das war damals gerade so im Kommen und brachte massig Probleme mit den Wickelmotoren und deren Zug-Kräften bzw. Bremsbändern mit sich.

 

Hier passten nur die 18cm Spulen drauf.

 

TEAC A 7010

Die Anfänge der großen Maschinen mit den "großen" Spulen für die "kleinen" Leute. Auf dem zweiten Bild sieht man deutlich (wie bei sehr sehr vielen Japanern) die billige Rückseite mit dem "Pappedeckel. - Das war der Beginn der Prozzo-Prozzo Zeit bei den Tonbandfreaks.
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