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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Neckermann macht´s möglich.

Wenn wir Wessis öfter über das sogenannte Tal der Ahnungslosen lästern (das ist der Teil der Ex-DDR, der weder Westrundfunk noch Westfernsehen empfangen konnte), dann wird sehr oft vergessen, daß es so etwas auch im Westen gab. Da gab es ganze Landstriche von ganz hoch im Norden bis ins tiefste Bayern und vor allem dort unten, die hatten wirklich nur den Neckermann Katalog (sorry, vielleicht auch noch den von Quelle). Dort gab es auf dem Land eben keine großen Kaufhäuser und bis in die ganz späten fünfziger Jahre war es für manche Deutschen ein richtiges Erlebnis, in die nächste größere Stadt oder sogar nach München (in die Hauptstadt) reisen zu können.

 

Und da gab es in den 50ern den kostenlosen dicken Neckermann Katalog mit den tausenden von bunten Bildern. Und dort gab es die Neckermann Tonbandgeräte für die ganze Familie. Im Nachinein gesehen müssten wir uns schämen, daß "so etwas" verkauft werden durfte.

 

Fairer Weise müssen wir dem Chef Josef Neckermann zu gute halten, er war zu seiner Zeit (bis Anfang der 70er Jahre) mit dem Katalogverkauf und der Vielzahl der Produkte sehr erfolgreich. Und dann kam auch dort der unaufhaltsame Abstieg, bei weitem früher als bei Max Grundig.

 

Aber sehen Sie selbst.

Neckermann war vor allem auf dem Land sehr bekannt, denn die waren zu weit weg von den großen Kaufhäusern und schwelgten Stunden lang in dem dicken Katalog. Bei den meisten kam das Erwachen erst, wenn die Pakete ausgepackt wurden.

 

Die Radios und Tonbandgeräte waren damals oft "made in the DDR" oder kamen irgendwo aus dem Ostblock und sahen auch so aus. Mir ist bis heute noch rätselhaft, wer hier im Westen so etwas kaufen konnte.

Einige Geräte kamen auch als sogenannte OEM Produkte aus Japan, denn Taiwan und Honkong waren damals noch nicht im Rennen.


Neckermann Studio Tonbandgerät 823/791

Auch das hatte es mal gegeben, ein von Neckermann als Studiobandgerät bezeichenetes Hobby Teil. Es war sozusagen ein Paradoxum, denn die Kundenzielgruppe von Neckermann und die Bezeichnung "Studiobandgerät" schließen einander absolut aus.

Auf dem Bild nebenan sieht man, es war ein relativ einfaches Stereobandgerät mit einem Bedienknebel und 18er Spulen. Wir haben eines bekommen und werden die Ursprünge herausfinden. Nur, mit einem Studiobandgerät hat dieses Teil nur sehr wenig gemeinsam.

Sowohl der Schaltplan wie auch die technischen Daten in der etwas mageren Bedienungsanleitung wurden händisch korrigiert.

Vermutlich wurde die Daten etwas zu sehr geschönt und konnten so zu Regressansprüchen führen.

 

Die Angaben der Frequenzgänge kommen den nicht nur von uns vermuteten technischen Daten jetzt näher. Insbesondere bei der kleinen Bandgeschwinidgkeit sind 30Hz bis 6.000Hz realistisch.

Der Schaltplan läßt auf Japan oder Taiwan Quellen schliessen.

Diese dort benannten Transistoren waren die typischen Japan Bezeichnungen. Wir machen das Gerät später mal auf und schauen rein. Dagegen war es mit Sicherheit kein Abklatsch eines Standard Gerätes, denn es hatte DIN Buchsen.

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