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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Das SABA Sabamobil, ein edles Teil von Kassettengerät.

1964 direkt nach der Philips Compact Cassette (1963) (hatte die schwarzwälder Firma SABA auch schon mal (aus-) probiert, ob man dem aufstrebenden Musik Markt so etwas anbieten könne. Nur bei der Einschätzung der eigenen Marktmacht der Marke SABA hatte man sich dann doch "etwas" verschätzt.

 

Die Idee war super, die Qualität für damals überragend, nur, es zog keiner mit. Wie man heute weiß, muß man so etwas vorher mit "den Anderen" abklären, so, wie Philips und Sony das Jahre später mit der ebenfalls den gesamten Welt-Markt umwälzenden CD gemacht hatten.

 

Dabei hatte Saba eigentlich an alles gedacht. Es gab mehrere hundert fertig bespielte Kassetten in durchaus guter Qualität. Auch der Geschmack der Leute (der Kunden) wurde sicherlich getroffen.

 

Es gab dieses Teil aber nur von Saba und von sonst Keinem und das war anscheinend zu wenig oder den Händlern zu riskant. Die Philips CC tat sich am Anfang 1963/64/65 auch sehr schwer, sie wurde belächelt (und verkannt), hatte aber im Laufe weniger Jahre den Durchbruch und nicht nur dem Sabamobil das Wasser vollständig abgegraben.

 

Eine alte Binsenweisheit der Marketing Profis ist:
Die einzige Bremse eines Produktes auf dem Weg zum Kunden ist der Händler. Die "Sabas" waren nicht schnell genug am Markt und wie die Chronik sagt, hatten sie bei SABA bereits damals nicht mehr genug Kapital, um solch ein Produkt alleine zu stemmen.
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Doch die Wahrheit steckt - wie immer - ganz woanders.

Der obige Text ist aus 2006 und mit dem damaligen Wissen geschrieben. In 2014 bekamen wir 6 Meter Fernseh-Informationen geschenkt, ein ganz toller glücklicher Zufall und im April hatte ich ich Zugrif auf das SABA Buch des Hermann Brunner-Schwer. Dort schreibt er ein wenig über "seine" (ererbte) Firma. Und nun fing ich an, die Mosaiksteinchen mal zusammenzusetzen.

Dabei kam folgendes heraus :
Lange Zeit vor seinem Eintritt in die Firma als Geschäftsführer hatte sein Stiefvater Alfred Liebertrau, der damals der Chef war, einen oder mehrere dicke Fehler gemacht (also die Wettbewerber und Konkurrenten verprellt), die ihm diese "anderen" Chefs (z.B. Max Grundig) über viele Jahre nachgetragen und nicht (nie) verziehen haben. Das war vermutlich der Grund, warum SABA keine Mitstreiter bei diesem and anderen wirklich progressiven und erfolgversprechenden Projekten gefunden hatte. Das SABA Buch - besser : "Die Saba Story" - beginnt im Fernsehmusem 2.

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