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Der SONY-TC-KA6 ES Kassettenrecorder

Der SONY TC KA6 ES Kassettenrecorder war (erstmals vorgestellt im Herbst 1996) eines letzten der wenigen Spitzengeräte unter den sogenannten High-End Kassettenrecordern. Daß der CC-Cassettenrecorder wie auch immer mit den High-End CD Spielern und Verstärkern nicht zu vergleichen war, hatte sich bereits herumgesprochen.

Die Zeit der Philips CC-Kassetten war nach 12 Jahren CD eigentlich vorbei, die der großen Open-Reel Bandgeräte sowieso schon länger. Auch Sony rauschte in eine nie dagewesene (Verkaufs-) Flaute rein und produzierte dann auch noch Geräte, die völlig konträr zu der bislang guten Erfahrung mit Sony sehr reparaturintensiv waren. Der Stern im Consumerbreich begann ab 2000 zu sinken.
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Der KA6 ES sollte 1498.- DM kosten.

Das war zu der Zeit doch eine ganze Menge Geld für einen sehr guten Kassttenrecorder und sei er auch noch so gut. Darum plagte uns unsere Neugierde, was denn Sony da alles rein "verbaut" hatte. Die Enttäuschung war schon groß, als das Gerät "oben ohne" vor uns lag.


Am Trafo stachen die beiden 230 Volt Pins gefährlich senkrecht nach oben direkt in die Augen. Aber nicht, daß da irgendwelche Isolations-Hütchen oder sonstige Isolatoren drauf waren, nein, völlig blank. Das ist biligste hochgradig gefährliche Taiwan Technik, das hätte sich der Riese Sony nie leisten dürfen.

Oder war der Riese Sony schon am Wanken ?


Schaut man genauer hinein, dann sind am Netzschalter direkt hinter der Frontplatte diese Pins auch durchgelötet und auch nicht weiter gegen zufällige Berührung isoliert.

Also Ihr Hobby-Reparateure, passt auf, der Stromschlag ist nur ein paar Zentimeter weit entfernt. Selbst den Voll-Profi kann es "voll" treffen, denn an solchen konstruktiven Mist denkt der ja nun gar nicht.

Das machen die Anderen (vor allem in der High-End Klasse) deutlich besser.
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Inzwischen haben wir da etwas nachgebessert

Im Frühjahr 2017 wollte der SONY keine Cassetten mehr abspielen. Irgendetwas hakte oder war verharzt. Der Kassettenschlitten klappte zwar nach innen, aber der Kopfträgerschlitten wolte nicht so recht hochfahren. Es quiteschte mehrere Sekunden jämmerlich (der Gummiriemen) und dann brach der Prozessor die Aktion wieder ab. Das sieht man aber erst, wenn man das nackte Laufwerk sorgfältig ausbaut und auf einer dicken Pappe als Isolations-Unterlage im Gerät in Betrieb nimmt.
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Das eigentliche Kassetten- Laufwerk sieht dafür sehr gut aus.

4 Motoren sollen eigentlich für einwandfreies Laden und den einwandfreien Lauf des Bandes in der Kassette sorgen. Der elektronisch geregelte Aussenläufer Kapstanmotor treibt über einen Gummiriemen den zweiten Kapstan mit gleich großer 2. Außenschwungmasse an. Das müsste stabil funtionieren. Dazu hat jeder Bandwickel seinen eigenen Motor (wirklich ? , wenn man genau rein schaut, stimmt das nicht) und ein 4. Motor öffnet und schließt die Schublade. Und ein Motor fährt den Kopfträger über einen Riemen und ein Zahnradgetriebe nach oben (jedenfalls wenn der Vierkantriemen noch nicht ausgeleiert oder spröde geworden ist).

Die Platine mit einseitigem Leiterbahnen- Layout ist zwar optisch sorgfältig plaziert, doch insgesamt auf nur Lowcost Niveau (es ist ein Gerät scheinbar aus 1994 !!) mit vielen Drahtbrücken und vom Platz her sehr "großzügig" bestückt (bei den Videorecordern ging es bereits seit langem doppelseitig und trotzdem preiswert) .

Dazu sind noch sehr viele diskrete Transitoren eingesetzt. Das sind vermutlich die Audio- und "Klang"-wege, die damit eine optimale Hifi Qualität bringen sollen. Mehrere Mikroprozessoren sitzen aber auf der gleichen Platine. Das könnte schon stören. Beim Messen werden wir mal den Hochfrequenz Oszilloscope dran hängen, ob die digitale Technik dort etwa einstreut.
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Hinten ist nicht viel drauf

Das war der letzte Preis für solch ein Gerät

Wer im Nov. 1996 noch einen Kassettenrecorder kaufte . . .

. . . . der hatte vermutlich einen guten Grund. Entweder hatte er große Mengen an bespielten Kassetten oder wollte Musik für sein Auto aufnehmen.

Für eine richtige Neuanschaffung war die Zeit der Cassetten längst vorbei.

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