Sie sind hier : Startseite →  Kassettengeräte→  SONY TC KA6 ES

Der SONY-TC-KA6 ES Kassettenrecorder

Der SONY TC KA6 ES war um 1996 eines der wenigen Spitzengeräte unter den High End Kassettenrecordern. Die Zeit der Philips CC-Kassetten war fast schon vorbei, die der großen Open-Reel Bandgeräte sowieso schon. Auch Sony rauschte in eine nie dagewesene Flaute rein und produzierte dann auch noch Geräte, die völlig konträr zu der bislang guten Erfahrung mit Sony sehr reparaturintensiv waren. Der Stern im Consumerbreich begann zu sinken.

Der KA6 ES sollte 1498.- DM kosten.

Das war zu der Zeit doch eine ganze Menge Geld für einen sehr guten Kassttenrecorder und sei er auch noch so gut. Darum plagte uns unsere Neugierde, was denn Sony da alles rein "verbaut" hatte. Die Enttäuschung war schon groß, als das Gerät "oben ohne" vor uns lag.


Am Trafo stachen die beiden 230 Volt Pins gefährlich senkrecht nach oben direkt in die Augen. Aber nicht, daß da irgendwelche Isolations-Hütchen oder sonstige Isolatoren drauf waren, nein, völlig blank. Das ist biligste hochgradig gefährliche Taiwan Technik, das hätte sich der Riese Sony nie leisten dürfen.

Oder war der Riese Sony schon am Wanken ?


Schaut man genauer hinein, dann sind am Netzschalter direkt hinter der Frontplatte diese Pins auch durchgelötet und auch nicht weiter gegen zufällige Berührung isoliert.

Also Ihr Hobby-Reparateure, passt auf, der Stromschlag ist nur ein paar Zentimeter weit entfernt. Selbst den Voll-Profi kann es "voll" treffen, denn an solchen konstruktiven Mist denkt der ja nun gar nicht.

Das machen die Anderen (vor allem in der High-End Klasse) deutlich besser.
.

Das eigentliche Kassetten- Laufwerk sieht dafür sehr gut aus.

4 Motoren sollen für einwandfreies Laden und den einwandfreien Lauf des Bandes in der Kassette sorgen. Der elektronisch geregelte Aussenläufer Kapstanmotor treibt über einen Gummiriemen den zweiten Kapstan mit gleich großer Außenschwungmasse an. Das müsste stabil funtionieren. Dazu hat jeder Bandwickel seinen eigenen Motor und ein 4. Motor öffnet und schließt die Schublade.

Die Platine mit einseitigem Leiterbahnen- Layout ist zwar optisch sorgfältig plaziert, doch insgesamt auf nur Lowcost Niveau (es ist ein Gerät aus 1994 !!) mit vielen Drahtbrücken und vom Platz her sehr großzügig bestückt (bei den Videorecordern ging es bereits seit langem doppelseitig) .

Dazu sind noch sehr viele diskrete Transitoren eingesetzt. Das sind vermutlich die Audio- und "Klang"-wege, die damit eine optimale Hifi Qualität bringen sollen. Mehrere Mikroprozessoren sitzen aber auf der gleichen Platine. Das könnte schon stören. Beim Messen werden wir mal den Hochfrequenz Oszilloscope dran hängen, ob die digitale Technik dort etwa einstreut.
.

Hinten ist nicht viel drauf

Das war der letzte Preis für solch ein Gerät

Wer im Nov. 1996 noch einen Kassettenrecorder kaufte . . .

. . . . der hatte vermutlich einen guten Grund. Entweder hatte er große Mengen an bespielten Kassetten oder wollte Musik für sein Auto aufnehmen.

Für eine richtige Neuanschaffung war die Zeit der Cassetten längst vorbei.

.

- Werbung Dezent -
Zur Startseite - © 2013 - Copyright Dipl. Ing. Gert Redlich - Telefon nur ab 18.oo bis ca. 22.oo Uhr - zur Tel.-Nummer - zur RDE-Seite - NEU : Zum Flohmarkt