Zwei Konstrukteure aus dem ehemaligen Kinogeräte-Labor, Herr Undermann und Herr Knoob (Namen nur phonetisch erfasst), befassten sich mit einem neuartigen Lautwerk. Es unterschied sich vom Vorgänger dadurch, daß die Platte (das Chassis) und die Spulen waagerecht angeordnet waren - also ein Vorläufer späterer Ausführungen. Dieser Maschinentyp sollte zur Funkausstellung (im August) 1934 herauskommen. Es wurde alles sehr pompös und großzügig gehandhabt. Das Laufwerk wurde durch einen einzigen Asynchron-Motor angetrieben, dann über Gummiriemen und Zwischenrollen und Friktionsscheiben in der Weise betätigt, daß man mit einem seitlich angebrachten Knebel auf Wiedergabe, Halt und Rücklauf schalten konnte.
Wieder war ein schwenkbarer Kopfträger vorgesehen, der in Stellung "Aufnahme" durch eine Raste festgehalten wurde. Dann schwenkten der Permanent-Löschkopf und der Sprechkopf an das Band, man konnte aufnehmen. Beim Rückspulen schwenkte der Träger automatisch zurück; dann konnte man wieder auf Vorlauf fahren und die Aufnahme abhören. Dazu war inzwischen in Treptow ein Verstärker gebaut worden, der einen Schattenanzeiger für das Aussteuerungsinstrument und einen elektrodynamischen, fremderregten Lautsprecher besaß.
Alles machte einen recht ordentlichen Eindruck. Man sah zwei Türen vor, so daß das Gerät recht dekorativ aussah. Alles war schwarz, hochglanzpoliert. Dazu gab es einen mit königsblauem Samt ausgeschlagenen Zubehörkoffer, in dem zehn (Band-) Spulen für die Aufnahmen steckten.
Zur Vorführung kam ein Direktor Elfer vom Vertrieb. Uns war bei dieser Vorführung nicht ganz wohl, denn die Maschine stellte tatsächlich eine regelrechte Kochkiste dar. Um das (Lauf-) Geräusch zu mindern, war alles mit dickem Filz ausgeschlagen. Dafür war die Lüftung ziemlich schlecht. Die Maschine wurde sehr heiß, das Schmiermittel dunstete aus und machte die Antriebsriemen rutschig. Das Band war auch noch sehr sehr schlecht, wenn auch schon zigtausend Meter von der IG Farben gefertigt worden waren.