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C. Normalzubehör.
C 1. Mikrofon

Es dient zur Umsetzung des Schalls in elektrische Spannungen und liegt bei Aufnahmeschaltung am Gitter der ersten Verstärkerröhre. Die einzelnen Teile des Mikrofons sind:

Das Gehäuse,
die Mikrofonkapsel,
der Dämpfungsschalter,
der Stopschalter,
die Glimmlampe,
das Mikrofonkabel und
der Anschlußstecker.

C 1a. Das Gehäuse

dient zur Aufnahme der obengenannten Einzelteile und wurde früher als Tischmikrofon (S 1) geliefert. Ab Gerät 0109 001 wurde ein stabileres Gehäuse eingeführt, das man auf den Tisch legen oder zur Nahbesprechung in die Hand nehmen kann. Bei Geräten ab Nr. 08 ... wird ein ähnliches, jedoch kleineres Gehäuse verwendet. Zur Vermeidung von Brummstörungen ist das Gehäuse auf der Innenseite mit einer geerdeten, leitenden Oberfläche versehen.

C 1b. Die Mikrofonkapsel.

Es werden vorwiegend Kristall-Mikrofonkapseln verwendet, die sich durch eine gute Wiedergabe und eine geringe Störanfälligkeit auszeichnen. Um eine besonders gute Sprachverständlichkeit zu erzielen, werden Kapseln ausgewählt, die bei 4 kHz eine Anhebung bis zu 10db haben. Zwecks Beschneidung der tiefen Frequenzen sind am Mikrofoneingang des Gerätes frequenzabhängige Entzerrungsglieder eingeführt worden.

Die Membrankapseln zeichnen sich durch einen besonders robusten und mechanisch unempfindlichen Aufbau aus. Trotzdem empfiehlt es sich, sorgfältig damit umzugehen und die Mikrofone vor allem vor großer Erwärmung zu schützen, da die Kristalle bekanntlich gegen starke Erwärmung empfindlich sind.

Der Quellwiderstand der Kapsel ist vorwiegend kapazitiv (1000-2000 pF), so daß sich trotz des relativ hochohmigen Quellwiderstandes keine linearen Verzerrungen ergeben, wenn mit größeren Leitungslängen zwischen Mikrofon und Gerät gearbeitet wird. Lediglich die Lautstärke läßt hierbei nach. Bei einer Leitungslänge von 20m geht die Empfindlichkeit in ungedämpfter Stellung ungefähr auf die Hälfte zurück, während in gedämpfter Stellung 50m lange Leitungen verwendet werden können. Bitte auch Abschnitt E 4 - E 7 beachten.

Das Mikrofon prüfen

Die Verwendung in den Tropen ist nur bedingt zulässig. Eine tropenfeste Kapsel, die auf dem dynamischen Prinzip beruht, ist in Vorbereitung. Defekte Mikrofone äußern sich meistens durch zu geringe Lautstärke und topfigen Klangcharakter. Besonders fehlen die tiefen Frequenzen. Durch Versuch mit einem anderen Mikrofon kann man meist schon feststellen, ob ein evtl. Fehler im Mikrofon oder im Gerät zu suchen ist. Eine grobe Prüfung der Mikrofonempfindlichkeit und Frequenzkurve kann man vornehmen, indem man es in einer Entfernung von 5cm vor dem DIMAFON-Lautsprecher aufstellt und mit Hilfe einer Meßplatte die Frequenzen 250, 1000 und 3000 Hz abspielt. Hierbei ist am Lautsprecher eine Spannung von 0,5 Volt einzustellen. Die am Mikrofon entstehende Spannung (Stellung ungedämpft) wird mit einem Röhrenvoltmeter gemessen und beträgt ca. 25, 35 und 60mV. Im gedämpften Zustand sollen die Spannungen ca. 1/5 betragen. Streuungen bis zu ± 50 fo sind bei der Messung zulässig.

C 1c. Der Dämpfungsschalter

hat den Zweck, die vom Mikrofon abgegebene Spannung herabzusetzen, wenn in Räumen mit viel Geräuschen oder Nachhall gearbeitet wird. Das Mikrofon muß in diesem Fall in einer Entfernung von maximal 10cm besprochen werden. Es ist seitlich zu halten, damit der Luftstrom am Mikrofon nicht zusätzliche Geräusche verursacht. Die Bedämpfung geschieht durch einen Kondensator, der ca. die fünffache Kapazität der verwendeten Mikrofonkapsel hat.

Beim Diktat empfiehlt es sich, das Mikrofon stets zu dämpfen und nahe zu besprechen, da hierbei die Wortverständlichkeit besonders gut ist. In ungedämpftem Zustand, jedoch nur in akustisch guten Räumen, die also keine Nebengeräusche und sehr geringen Nachhall haben, ergibt das Mikrofon auch bei Entfernungen bis zu 2m noch gute Aufnahmen.

alle Mikrofone mit Kugelcharakteristik

Diese Ausführungen sind grundsätzlicher Art und gelten für alle Mikrofone mit Kugelcharakteristik. - Eine einfache Methode, um den Dämpfüngsschalter zu prüfen, ist folgende: Man stellt das Gerät auf Aufnahme und hört mit Hilfe eines Kopfhörers die Raumgeräusche ab. Beim Betätigen des Dämpfungsschalters müssen diese je nach Stellung lauter oder leiser sein. Beim Besprechen des Mikrofons ist die Funktion des Dämpfungsschalters schlecht zu kontrollieren, da die automatische Regelung den Lautstärkenpegel weitgehend ausgleicht. Falls in besonders gelagerten Fällen eine noch stärkere Dämpfung gewünscht wird, kann die im Mikrofon eingebaute Dämpfungskapazität verdoppelt oder verdreifacht werden. Selbstverständlich muß das Mikrofon dann sehr nahe besprochen werden.

C 1d. Der Stoppschalter

wurde ab Gerät Nr. 0109 001 zusätzlich im Mikrofon eingebaut. Falls gleichzeitig das Fußpult angeschlossen ist, liegen die beiden Stoppschalter parallel. Es ist also nicht möglich, den Stopphebel vom Mikrofon aus zu betätigen, wenn der Fußschalterstopphebel geschlossen ist und umgekehrt. Es empfiehlt sich deshalb, nur das Mikrofon oder nur das Fußpult an das DIMAFON anzuschließen und zwar sinngemäß beim Diktat das Mikrofon und bei der Wiedergabe den Fußschalter. Der verwendete Schalter hat erhebliche Schwierigkeiten gemacht, bis er zu einem dauerhaften Konstruktionselement entwickelt worden ist. Bei älteren Geräten können deshalb Ausfälle an diesen Schaltern entstehen. Beim kleinen Mikrofontyp wird eine sehr störunanfällige Neukonstruktion verwendet.

C 1e. Die Glimmlampe

im Mikrofon wurde ab Gerät Nr. 0121 411 auf Wunsch und ab Gerät Nr. 0125 001 serienmäßig eingebaut. Die Einrichtung wird als "denkendes Mikrofon" bezeichnet, da die Glimmlampe nur brennt, wenn das Gerät auf Aufnahme geschaltet, das Mikrofon eingeschaltet, der Motor im Lauf und der Stopphebel abgehoben ist.

Eine Kontrolle des Tonarms ist nicht vorgesehen, kann jedoch in besonders gelagerten Fällen, wenn das DIMAFON auf größere Entfernung besprochen und von einem Helfer bedient wird, auf Wunsch mit einbezogen werden. Auch ältere Geräte können nach einem entsprechenden Umbau mit dem denkenden Mikrofon betrieben werden. Bei Gerät ab Nr. 08 ... ist auch der Tonarm mit in die Kontrolle einbezogen, da die Glimmlampe nur Spannung erhält, wenn der Tonarm aus der Auflagegabel herausgenommen und auf die Platte aufgesetzt wird. Beim Aussetzen der Glimmlampe ist der im Mikrofon eingebaute Vorwiderstand zu prüfen.

C 1f. Das Mikrofonkabel

wurde zunächst ein-adrig mit Abschirmung, ab Gerät 0109 001 dreiadrig (eine Ader abgeschirmt) und ab Gerät Nr. 0125 001 vieradrig (eine Ader abgeschirmt) ausgeführt. Bei evtl. Ersatz ist besonders darauf zu achten, daß die Abschirmung völlig lückenlos ist (vor allem an den Anschlüssen), da sonst ein Brummen unvermeidlich ist. Die Abschirmung muß also unbedingt bis in die geerdete Hülse des Anschlußsteckers bzw. in den abgeschirmten Teil des Mikrofons hineinragen. Eine abgerissene Erdverbindung der Abschirmung macht sich durch außerordentlich starkes Brummen der Aufnahme bemerkbar. Beim kleineren Mikrofontyp wird eine besonders dünne, flexible Mikrofonleitung verwendet. Hier ist vor allem auf einwandfreie Zugentlastung zu achten, da die Leitungsquerschnitte naturgemäß geringer sind,

C 1g. Der Anschlußstecker

war zuerst als einpolige Steckverbindung (Beerwald), später als einpolige Schraubverbindung (Telion) und anschließend als dreipolige und zuletzt fünfpolige Steckkupplung mit Tuchelkontakten und Bajonett- verschlußsicherung ausgeführt. Es ist anzustreben, bei evtl. Reparaturen bezw. Generalüberholungen den letztgenannten Stecker und das "denkende Mikrofon" einzuführen, da nur diese Konstruktion sich in der Praxis als völlig zuverlässig bewiesen hat. Es wird an dieser Stelle noch einmal auf eine besonders gewissenhaft durchzuführende Verdrahtung der abgeschirmten Leitung hingewiesen.

C 2. Aufnahme-Material

Hierzu dient die ASTROMAG-Normal- bezw. Special-Platte oder die Flexo-Folie. Zu diesen Platten und Folien wurde außerdem verschiedenes Zubehör entwickelt.

C 2a. Die ASTROMAG-Platte

besteht aus einer ca. 1,5 mm starken nichtmagnetisierbaren KunststoffSchicht, die beiderseitig mit einer ca. 1/10mm starken magnetisierbaren Schicht versehen ist.

Die magnetischen Schichten werden unter Anwendung von starkem Druck bei ca. 140 Grad auf kaschiert, wobei gleichzeitig die Führungsrillen für die Kopfspitze eingepreßt werden.

Die eigentliche Lauffläche für die Kopfspitze ist 0,35 mm breit und beiderseitig von schrägen Dämmen begrenzt, die ein Herausrutschen der Kopfspitze aus der Tonspur verhindern.

Die Laufzeit der Platte beträgt je Seite 10 Minuten. Der Abstand von Mitte Rille zu Mitte Rille ist 0,55 mm. Die Platte ist wärmeempfindlich und darf deshalb nicht auf die Zentralheizung gelegt oder der Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden, da sie sich sonst verzieht, wodurch die Wiedergabequalität verschlechtert und die einwandfreie Funktion der Rücksetzeinrichtung gefährdet wird.

Es empfiehlt sich ferner, die Platten auf einer völlig ebenen Unterlage oder genau senkrecht stehend zu lagern, da sich sonst bei längerer Lagerung ebenfalls Deformationen ergeben können.

Sehr stark gekrümmte Platten liegen u.U. nur noch im Zentrum des Plattentellers auf und werden dann kaum mitgenommen, d.h. sie rutschen auf dem Teller, wodurch unangenehme Tonhöhe Schwankungen entstehen. Durch längeres Liegenlassen auf einer flachen Unterlage und entsprechende Beschwerung kann eine solche Durchbiegung wieder behoben werden. Die Platten sind gegen Staub und starke Verschmutzung zu schützen, da die Kopfspitze sonst stellenweise hängen bleibt und starke Tonhöhenschwankungen verursacht. Das magnetische Material wurde ständig verbessert und hat in der ASTROMAG-Supra-Platte seinen vorläufigen Abschluß gefunden.

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C 2b. Die ASTROMAG-Special-Platte

wurde vor allem für den Behördendienst und für die Verwendung bei Automatik-Geräten entwickelt. Bei der normalen ASTROMAG-Platte macht sich vor allem bei stark abgenutzter Kopfspitze ein leichtes Übersprechen der Modulation der Nachbarrillen auf die Hauptrille bemerkbar, was jedoch im Diktierbetrieb weiter nicht störend ist und zu Gunsten einer längeren Laufzeit in Kauf genommen wurde.

Da dieses Übersprechen aber bei oft wiederholten Durchsagen tunlichst zu vermeiden ist, empfiehlt sich hier die ASTROMAG-Special-Platte, deren Rillenabstand fast doppelt so groß ist wie der der ASTROMAG-Normal-Platte. Die Laufzeit der ASTROMAG-Special-Platte ist dadurch naturgemäß geringer und beträgt 5 Minuten pro Plattenseite. Aus Stabilitätsgründen ist die Special-Platte dicker als die Normal-Platte.

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C 2c. Die FLEXO-Folie

wurde vor allem für den Postversand entwickelt, und ihre Verwendung empfiehlt sich wegen des geringen Gewichtes besonders für Geschäftsreisende. Das Material ist das gleiche wie bei der ASTROMAG-Platte. Die Prägung entspricht der 10-Minuten-Platte. Die Folie ist natürlich nur einseitig benutzbar. Der Durchmesser beträgt 297mm.

Für die Geräte ab Nr. 08 ... wird eine SpezialFolie mit einem Durchmesser von 277mm hergestellt, die sich auf Reisen direkt im Gerät unterbringen läßt. Zu diesem Zweck wird die FLEXO-Auflageplatte mit dem Stift nach unten auf den Teller aufgelegt. Es können dann bis zu 30 FLEXO-Folien auf die Platte aufgeschichtet werden.

Die Folie ist naturgemäß nicht so widerstandsfähig wie die Platte, kann jedoch bei schonender Behandlung auch viele tausend mal benutzt werden. Besonders in den Tropen empfiehlt sich die Verwendung der Folie, da die ASTROMAG-Platte gegen Wärmeeinwirkungen sehr empfindlich ist.

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C 2d. Die FLEXO-Auflageplatte

wird als Unterlage zum besprechen der ASTROMAG-FLEXO-Folie benötigt. Es ist nur eine einmalige Anschaffung pro Gerät erforderlich. Die Platte hat einen Durchmesser von 298mm und ist mit einem Stift versehen, der zur Mitnahme der Folie dient. Für Geräte ab Nr. 08 ... wird auch eine Auflageplatte mit einem Durchmesser von 278mm hergestellt, die sich beim Transport im Gerät verpacken läßt. Hierbei wird der Unterlageteller zweckmäßig umgedreht, so daß der Mitnehmerzapfen in eins der beiden großen Löcher zu liegen kommt, die sich im Plattenteller befinden. Man kann dann auf den umgedrehten Unterlageteller ca. 30 kleine Folien aufreihen. Anschließend wird die LaufzeitSkala aufgelegt und der im Gehäusedeckel angebrachte Schwammgummiteil hält dann alles zusammen.

C 2e. Die Laufzeitskala

hat den Zweck, bestimmte Stellen der Aufnahme schnell wiederfinden zu können. Die ersten Laufzeitskalen waren mit einem auslöschbaren Schriftfeld versehen, in das man Eintragungen machen konnte. Da es jedoch einfacher ist, die auf der Laufzeitskala abgelesenen Zahlen auf einem separaten Diktatblock oder am Schriftvorgang selbst zu vermerken, wird in Zukunft hiervon abgesehen.

Wir empfehlen zum Diktat sowohl bei der ASTROMAG-Platte als bei der FLEXO-Folie den Flexo-Halter mit Laufzeitskala, der eine sichere Mitnahme der Flexo-Folie bewirkt und infolge seines Abstandes von der Platte bezw. Folie keine Schleifgeräusche verursacht.

Beim Aufsetzen des Flexohalters mit Laufzeitskala ist darauf zu achten, daß die Tellerachse und der Fangstift in die hierfür vorgesehenen Bohrungen eingreifen, da bei falschem Aufsetzen u.U. der Tonarm an der Skala hängenbleiben kann und die Platte dann stellenweise nicht besprochen wird. Die Verwendung von Diktatblocks, die zu jedem Gerät mitgeliefert werden, wird in Verbindung mit der Laufzeitskala besonders empfohlen, da sie der Schreibkraft die Arbeit erleichtert und eine bessere Übersicht ermöglicht.

C 2f. Die Versandrolle (Versandkarton)

dient für den Postversand der ASTROMAG-FLEXO-Folien. Es ist besonders darauf zu achten, daß die besprochene Schicht beim Zusammenrollen nach außen kommt, da sich sonst beim späteren Auflegen auf das DIMAFON die Ränder der Folie hochrollen und am Tonarm oder an der LaufzeitSkala hängen bleiben.

C 2g. Die Plattenhülle

dient zur Aufnahme einer besprochenen ASTROMAG-Platte mit den zugehörigen Korrespondenz-Unterlagen und dem Diktatzettel. Sie ist aus einem durchsichtigen Kunststoff hergestellt. Da auf eine Platte meist nicht mehr als drei bis vier Briefe diktiert sind, lassen sich die zugehörigen Unterlagen leicht in der Plattenhülle mit unterbringen. Besonders in größeren Betrieben wird ein reibungsloser Ablauf der Schreibarbeit durch Verwendung der Plattenhüllen sehr gefördert.

C 3. Kopfspitzen und Ersatz-Sicherungen

Die Kopfspitze dient bei der Aufnahme zur Magnetisierung der ASTROMAG-Platte entsprechend dem Rhythmus der Schallschwingungen, die das Mikrofon aufnimmt. Bei der Wiedergabe erhält sie von der ASTROMAG-Platte magnetische Impulse, die verstärkt dem Lautsprecher zugeführt werden.

Sie besteht aus zwei keilförmigen MU-Metallteilen, die sich an der Spitze mit einem Abstand von 1/100mm gegenüberstehen. In diesem Spalt entsteht das magnetische Feld, das die Aufzeichnung auf der Platte verursacht. Eine einwandfreie Aufnahme und Wiedergabe ist nur gewährleistet, solange dieser Spalt die vorgeschriebene Dimension hat. Durch den natürlichen Abschliff wird der Spalt allmählich immer größer, wodurch besonders die hohen Frequenzen betroffen werden. Die Wiedergabe wird also allmählich dumpfer und unverständlicher, und es ist nach ca. 100 Betriebsstunden Zeit, die Kopfspitze auszuwechseln.

Je weiter nach innnen, desto schlechter

Eine schlechte Kopfspitze macht sich ganz besonders im inneren Teil der Platte bemerkbar, da hier die Umlaufgeschwindigkeit nur halb so groß ist als am Außenrand.

Jede Kopfspitze wird im Werk genauestens eingeschliffen, auf Stärke geprüft und ihre magnetische Qualität gemessen. Beim Einsetzen der Kopfspitze ist darauf zu achten, daß sie genau zwischen die beiden Polschuhe des Magnetsystems kommt und nicht etwa einseitig am Aluminiumkörper oder am Pertinax anliegt. Das unmagnetische Verbindungsstück der Spitze muß von vorn gesehen links sitzen.

Eine neu eingesetzte Kopfspitze erreicht meist erst nach einer Betriebsstunde ihre beste Leistung, da sie sich erst in der neuen Stellung einschleifen muß. Man soll niemals eingelaufene Spitzen herausnehmen und wieder einsetzen, da stark abgenutzte Spitzen viele Stunden zum erneuten Einschleifen brauchen. Daß eine verbogene Kopfspitze nicht mehr einwandfrei arbeitet, besonders weil hierbei meistens der Spalt zerstört wird, ist wohl selbstverständlich.

Die Kopfspitzen sind empfindlich

Die Breite der Kopfspitze ist 0,35 mm. Sie muß ein ganz leichtes seitliches Spiel in der Plattenrille haben, da eine klemmende Spitze nicht den Grund der Platte berührt, wobei die hohen Frequenzen stark benachteiligt werden. Evtl. ist die Kopfspitze seitlich mit Hilfe eines Abziehsteins leicht nachzuschleifen und dann erneut einlaufen zu lassen.

Wird die Wiedergabe abwechselnd periodisch dumpf und hell, so ist die Kopfspitze entweder zu stark, so daß sie sich bei ungleichmäßigen Rillen zeitweise vom Grund abhebt oder zu schmal, wobei sie in der Rille hin und her wandern kann. Die folgenden Skizzen zeigen, wie eine neue bzw. eine abgenutzte Kopfspitze aussieht und wo die Kopfspitze in den Kopf eingeführt werden muß.

Die Kopfspitzen befinden sich zusammen mit den Ersatzsicherungen in einem Pappkästchen. Sie sind sorgfältig vor Dauermagneten zu schützen. Der Halter für die 120mA-Sicherung sitzt direkt am Netztransformator und darf nur vom Fachmann ausgewechselt werden, da sie nur durchbrennt, wenn irgendein Schaden am Gerät vorliegt, der zunächst behoben werden muß.

C 4. Telefon-Anschlußschnur

Die Telefon-Anschlußschnur kann nur in Verbindung mit Geräten verwendet werden, die hinter der Gerätenummer das Zeichen /1 haben. Sie gehört nicht zum Zubehör und wird nur auf besonderen Wunsch geliefert.

Die Verbindung mit dem DIMAFON erfolgt an der Rückseite, bzw. bei Geräten ab Nummer 08 ... im Zubehörkästchen, durch eine Spezialkupplung. Das mit den Kabelschuhen versehene Ende wird wie ein zweiter Hörer an die meistens mit F bezeichneten Klemmen des Telefon-Apparates angeschlossen.

Die Verbindung zwischen Telefon-Apparat und DIMAFON kann dauernd bestehen bleiben. Der Anschluß des DIMAFON an eine gute Erdleitung wird hierbei empfohlen, da sonst die Aufnahme durch einen Brummton gestört werden kann. Falls das Gerät mit einem Regler für lautsprechendes Telefon ausgestattet ist, muß dieser mit Vorsicht bedient werden. Wird er zu weit geöffnet, kann ein Rückkopplungsheulen entstehen. Seine Einstellung muß also so gewählt sein, daß das Gespräch im Lautsprecher noch gut verständlich ist, jedoch kein Heulton hörbar v/ird.

Das Post-Monopol beachten

Im Deutschen Bundesgebiet darf der Anschluß, sofern es sich um posteigene Telefon-Apparate handelt, nur durch einen Beamten der Post vorgenommen werden.

Zu diesem Zweck ist beim zuständigen Telegrafenbauamt ein Antrag in doppelter Ausfertigung einzureichen. Die Antragsformulare sind beim Vertreter erhältlich.

Falls die Postämter, die mit dem Anschluß des DIMAFON an das Telefonnetz beauftragt werden, die einschlägige Verfügung nicht zur Hand haben, bitten wir, die betreffende Dienststelle auf die Verfügung Nr. 443/1949, "Private Zusatzeinrichtung", erschienen in Ausgabe A, Amtsblatt der Hauptverwaltung für das Post-und Fernmeldewesen des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, hinzuweisen.

Über das Schaltschema

Über die Telefon-Eingangsschaltung am DIMAFON und die Anpassungswerte bei den verschiedenen Gerätetypen gibt das entsprechende Schaltschema des Gerätes Aufschluß.
(Muster des Antrags und Verfügung siehe unter H 1 und H 2.)

C 5. Telefon-Induktionsspule

Die Induktionsspule kann nur an Geräten verwendet werden, die hinter der Geräte-Nummer das Zeichen /2 haben. Sie gehört nicht zum Zubehör und v/ird nur auf besonderen Wunsch geliefert.

Die Verbindung mit dem DIMAFON erfolgt an der Rückseite bzw. bei Geräten ab Nummer 08 ... im Zubehörkästchen, durch eine Spezialkupplung. Es ist besonders darauf zu achten, daß die Verbindungsleitung nach unten abgeht, da sonst bei der Aufnahme ein Brummgeräusch entsteht. Die Induktionsspule selbst wird mittels eines Gummisaugers an der günstigsten Stelle des Fernsprech-Apparates befestigt. Diese findet man folgendermaßen :

Das DIMAFON wird auf "Aufnahme" und der Lautstärkeregler auf "Telefon" geschaltet und die Telefon-Induktionsspule in die Nähe des Telefonapparates gebracht. Bei abgehobenem Hörer des Telefonapparates ist dann im Lautsprecher des DIMAFON das Freizeichen der Telefonleitung zu hören. Der Regler für lautsprechendes Telefon, der sich in der Nahe des Tonarmgelenks befindet, wird ungefähr auf Mitte gestellt. Geräte, die diese Einrichtung noch nicht haben, können mit einem Kopfhörer abgehört werden.

Durch Lageveränderung der Induktionsspule ist nun die günstigste Stellung zu ermitteln, an der der Summton am lautesten zu hören ist. Hier wird die Induktionsspule endgültig befestigt. Die Verbindung zwischen Telefonapparat und DIMAPON kann dauernd bestehen bleiben. Der Anschluß des DIMAPON an eine gute Erdleitung wird hierbei empfohlen, da sonst die Aufnahme durch einen Brummton gestört werden kann, Brummstörungen können auch entstehen, wenn sich die Induktionsspule zu nahe am DIMAFON befindet. Der Abstand zwischen DIMAFON und Spule bzw. Telefon soll deshalb mindestens 1m betragen.

Der oben erwähnte Regler für lautsprechendes Telefon ist mit Vorsicht zu bedienen. Falls er zu weit geöffnet wird, kann ein Rückkopplungsheulen entstehen. Seine Einstellung muß also so gewählt sein, daß das Gespräch im Lautsprecher noch gut verständlich ist, jedoch kein Heulton hörbar wird.

C 6. Löschmagnet

Er dient zur Löschung der nicht mehr benötigten Aufnahmen und löscht infolge seines starken magnetischen Feldes beide Seiten der ASTROMAG-Platte. Es darf also nur gelöscht werden, wenn beide Seiten nicht mehr gebraucht werden. Bei der Löschung von Flexo-Folien können bis zu 5 Stück übereinander gelegt und gleichzeitig gelöscht werden. Es werden Wechselstrom- und Permanent-Löschmagnete angewendet.

C 6a. Der Wechselstrom-Löschmagnet

wird mit 110 Volt WechselSpannung betrieben und ist in einem Bakelitegehäuse berührungssicher untergebracht. Zur Inbetriebnahme dient ein Druckknopf, der den Stromkreis einschaltet und nach dem Loslassen wieder abschaltet. Die Verbindung geschieht über eine 2-polige Hakenstecker-Spezialkupplung, die ab Gerät 0109 201 eingeführt wurde, während der Löschmagnet bei den davor hergestellten Geräten fest montiert war.

Störungen an diesem Löschmagneten kommen praktisch kaum vor, jedoch wurden manchmal Klagen laut, daß die ASTROMAG-Platten sich schlecht oder garnicht löschen lassen und die Löschmagnete zu heiß würden. Bei allen hierher eingesandten Platten bzw. Löschmagneten stellte sich jedoch stets heraus, daß die Reklamationen unberechtigt waren. Wenn genau nach der Löschvorschrift verfahren wird, ist in jedem Fall eine richtige Löschung zu erreichen.

Beim Löschen zu beachten

Es ist deshalb Folgendes besonders zu beachten und dem Kunden eindringlich einzuprägen.

Die zum Löschen benötigte Energie, die fast ausschließlich in Wärme umgesetzt wird, beträgt ea. 45 Watt. Dies ist der Grund daß dafür,
daß der Löschmagnet so ausgebildet werden mußte, daß die Platte nicht auf einmal im ganzen gelöscht werden kann, da der Leistungsbedarf und die entwickelte Wärme sonst viel zu groß werden würden. Es ist deshalb auch unzulässig, viele Platten hintereinander zu löschen, da die Temperaturzunahme hierbei zu hoch wird.

Folgende Punkte sind besonders zu beachten:

1. Der Löschmagnet muß auf der Platte schleifen, damit er einen guten magnetischen Kontakt mit der Platte hat.

2. Es ist unzweckmäßig, den Löschkopf während des Löschens auf der Platte hin- und herzubewegen, da hierbei immer einige Stellen ausgelassen werden. Der Kopf soll vielmehr bei ein bis zwei Umdrehungen zunächst den äußeren Teil löschen. Hierbei ist der Magnet so zu halten, daß die Seite, an der die Zuleitung herauskommt, nach außen zeigt und ca. 1 cm über dem Plattenrand hinausragt. Dann erfolgt bei 1-2 Umdrehungen die Löschung des inneren Teils.

3. Der Druckknopf darf nicht unmittelbar über der Platte betätigt werden, da sich sonst hinterher bei der Wiedergabe stark rauschende Stellen auf der Platte bemerkbar machen.

4. Es ist zweckmäßig, die Rückseite in der gleichen Weise zu behandeln, obwohl stets eine erhebliche Löschung der Rückseite schon beim Löschen der Vorderseite erfolgt,

5. Es sollen nie mehr als höchstens 3 Platten kurz hintereinander gelöscht werden, weil sonst der Löschmagnet unzulässig warm wird. Es empfiehlt sich vielmehr, jede Platte einzeln unmittelbar vor dem Diktat zu löschen.

C 6b. Der Permanent-Löschmagnet

wurde für das neue DIMAFON Universa entwickelt, kann aber auch bei allen anderen Geräten mit Vorteil verwendet werden. Seine Vorzüge sind geringeres Gewicht und Löschung ohne Stromverbrauch, sein Nachteil ist, daß die Platte nach der Löschung ein leichtes Rauschen aufweist, was bei Wechselstrom-Löschung völlig vermieden wird.

Dieses Rauschen wird aber im allgemeinen beim Diktat völlig überdeckt und ist nicht mehr wahrnehmbar, wenn das DIMAFON auf normale Lautstärke gestellt ist. Für Sonderzwecke, bei denen es auf einen sehr geringen Geräuschpegel ankommt, empfehlen wir jedoch die Wechselstrom-Löschung.

Der Permanent-Magnet ist so breit ausgebildet, daß er die Platte in einem Zuge, also nicht absatzweise, zu löschen vermag. Er ist in der Weise auf die linke, ablaufende Plattenseite zu halten, daß die Zahl 1 nach oben kommt und nicht auf dem Kopf steht. Er muß leicht auf der Platte schleifen. - Nachdem die Platte einmal ganz darunter durchgelaufen ist, ist er rasch abzuheben und so zu kippen, daß die Zahl 2, von oben betrachtet, aufrechtstehend sichtbar wird. In dieser Lage läßt man die Platte noch einmal eine Umdrehung leicht schleifend darunter durchlaufen. Hierbei wird der Geräuschpegel, der bei der Löschung entsteht, wesentlich herabgesetzt. Damit ist die Löschung beendet.

Es ist Vorsicht geboten

ACHTUNG! Der Tonkopf, die Kopfspitzen, besprochene Platten und Folien, Uhren und andere magnetisch empfindliche Gegenstände sind sorgfältig vor dem Permanent-Löschmagnet zu schützen.

Der Permanent-Löschmagnet kann nicht zum Entmagnetisieren des Kopfes oder der Kopfspitze verwendet werden. Hierzu benutzt man in der Garantiewerkstatt weiterhin den alten Wechselstrommagneten, der auch mit Lichtsteckdosenanschluß (220 Volt) geliefert wird. Eine Magnetisierung des Kopfes oder der Kopfspitze mit dem neuen Magneten ruft gerade den umgekehrten Effekt hervor, nämlich das Rauschen wird anschließend stärker! Der Permanent-Löschmagnet wird also zweckmäßig an neutraler Stelle aufbewahrt. (Eisernes Telefongehäuse, Zentralheizung etc.)

C 7. Kopfhörer und Anschlußstecker

Der Kopfhörer dient zum Abhören der DIMAFON-Aufnahmen an Geräten ohne Lautsprecher oder wenn der Lautsprecher absichtlich nicht mitarbeiten soll. Die von uns z.Zt. lieferbaren Hörersysteme sind folgende:

C 7a. Normaler Doppelkopfhörer ca. 2 KOhm Widerstand,

C 7b. Kleinhörer für ein Ohr mit auswechselbarem Plexiglas-Ohrbügel für rechtes oder linkes Ohr, mit einem Widerstandswert von 100 bis 200 Ohm und einstellbarer Membranentfernung, (durch Herausnehmen des Gummiplattchens und Nachstellen der Stellschraube) und solche von ca. 50 Ohm mit fest eingestellter Membran und nicht auswechselbarer Hörerschnur. Bei Bruch der Hörerschnur am hörerseitigen Ende kann vom Werk gegen geringen Aufpreis ein Austauschhörer bezogen werden.

C 7c. Gabelhörerstück für Kleinhörer. Dieses besteht aus zwei durch ein Gelenk verbundenen Hörrohren mit Gummioliven, die in den Gehörgang eingeführt werden können. Im Gelenk befindet sich eine Öffnung, an die der oben erwähnte Kleinhörer mit Hilfe einer Druckknopfkupplung angepreßt werden kann.

Infolge der großen Leistungsreserve unserer Geräte ist der Anpassungswert des Kopfhörers und der des DIMAPON-Gerätes an sich gleichgültig. Der Vollständigkeit halber sei aber erwähnt, daß alle Universa-Geräte und alle Reprodukta mit Lautsprecher einen Quellwiderstand von 3,5 Ohm haben, während die ersten Reprodukta-Geräte 2 KOhm und ab Gerät 0210... 200 Ohm hatten.

C 7d. Der Kopfhörerstecker war bei den ersten Geräten 2 polig mit Normalabstand 19,5 mm. Verschiedene Reklamationen von Kunden, die ihren Hörer versehentlich an die Netzsteckdose anschalteten, haben uns veranlaßt, dies durch Einführung eines neuen Steckers zu verhindern. Dieser Stecker hat den gleichen Stiftabstand wie der bisher verwendete, jedoch befindet sich zwischen den beiden Stiften ein dritter, der das Einführen des Steckers in die Netzsteckdose unmöglich macht. Ab Gerät 0124 501 bzw. 0212 118 wurde am Kopfhöreranschluß für die Aufnahme dieses dritten Stekkerstiftes ein Langloch vorgesehen. 2-polige Stecker können auch weiterhin an 3-poligen Buchsen verwendet werden, während 3-polige Stecker an Geräten mit 2-poliger Buchse nur nach Herausnehmen des Mittelstiftes verwendbar gemacht v/erden können. Ab Gerät 08 .... wird ein kleiner 3-poliger Spezialstecker verwendet, der größenmäßig zu dem Kleinhörer und der dünnen flexiblen Kopfhörerschnur paßt. Erste Type fest angepreßt, zweite Type auswechselbar.


C 8. Fußpult mit Anschlußstecker

Das Fußpult enthält einen Trettaster und einen Tretschalter zum Bedienen der Rücksetz- und der Start-Stopp-Einrichtung. Die erste Ausführung aus Aluminiumguß wurde durch eine Preßstoffausführung abgelöst. Auch die Schalter waren mehrfachen Wandlungen unterworfen, da die erhältlichen Schalterkonstruktionen dem rauhen Betrieb meistens nicht standhielten. In Zusammenarbeit mit einer Schalterfabrik ist es nun gelungen, Schalter herzustellen, die im Durchschnitt eine Schalthäufigkeit von 500 000 mal überstehen. Hiermit dürfte der oft reklamierte Fehler endgültig behoben sein. Die veralteten Fußdruckschalter FD werden in Zukunft von uns nicht mehr geliefert. An dessen Stelle tritt, auch bei alten Fußpulten, der neue Einbautretschalter mit einem für diesen Zweck hergestellten Haltering, der eine Montage dieser Schalter auch in alten Fußpulten ermöglicht. Der Preis des Halteringes beträgt DM -.50 brutto und entspricht dem Differenzpreis zwischen dem alten und dem neuen Schalter.

Wir werden in Zukunft bei Bestellung von FPußdruckschaltern FD automatisch den Einbautretschalter mit Haltering liefern. Bei der Konstruktion des Bakelite-Fußschaltergehäuses wurde darauf geachtet, daß die Schaltknöpfe soweit voneinander entfernt sind, daß ohne weiteres die Möglichkeit besteht, den Fuß zwischen den beiden Fußtasten abzusetzen.

Der Schalter für die Start-Stopp-Einrichtung wurde absichtlich mit einer geringen Rückstellkraft ausgeführt, so daß der Fuß auf dem durchgetretenen Schaltknopf ausruhen kann und nur beim Umschalten auf Starten oder Stoppen kurzzeitig angehoben und wieder niedergesetzt zu werden braucht.

Der Anschlußstecker für das Fußpult war bei den ersten Geräten als 4-polige Brechkupplung ausgeführt, wurde jedoch, da diese Kupplung nicht genügend berührungssicher war, ab Gerät 0121 ... bzw. 0210 ... durch die 3-polige berührungssichere Philips-Kupplung ersetzt. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich, generell bei Reparaturen bzw. Generalüberholungen die letztgenannte Kupplung einzubauen.

C 9. Netzanschlußschnur

Diese wird als 2-adriges oder 3-adriges Kabel mit geradem oder gewinkeltem Gerätestecker, mit 2-poligem oder Schuko-Wandstecker geliefert. Falls das Gerät nicht mit einer vorschriftsmäßigen Schuko-Steckdose betrieben werden kann, ist es unbedingt mit Hilfe der Erdbuchse an der Rückseite zu erden. Die Erdbuchse befindet sich bei Geräten ab 08 ... bzw. 14 ... im Einzelteilbehälter. Laut VDE-Vorschrift 0730/1935 muß bei Geräten mit Kleinstmotoren für die Möglichkeit einer Erdung, Nullung oder Schutzschaltung aller der Berührung zugänglichen Metallteile gesorgt sein, und zwar bei Geräten mit Gerätestecker durch Verwendung einer Gerätesteckvorrichtung mit Schutzkontakt. Diese Möglichkeit ist bei unseren Geräten seit langem gegeben, und zwar bereits ab Geräte-Nummer 0124 bzw. 0212.

Das DIMAFON kann also durch Verwendung einer 3-adrigen Schuko-Geräteschnur in Verbindung mit einer Schuko-Steckdose zwangsläufig geerdet werden. Diese zwangsläufige Erdung wird vor allem in gewerblichen Betrieben und Räumen verlangt und ist besonders wichtig in der Nähe von Heizkörpern, Wasserleitungen und bei leitfähigen Fußböden.

Es ist Pflicht des Vertreters, den Kunden darauf hinzuweisen, daß er in gewerblichen Räumen alle Arten von elektrisch betriebenen Büromaschinen, also auch jedes Diktiergerät nur über Schutzkontakt-Steckdosen anschließen darf und daß er bei Nichtbeachtung dieser Vorschrift die Konsequenzen selbst zu tragen hat. Die Firma Wolfgang Assmann G.m.b.H. lehnt jede Haftung bei evtl. eintretenden Unfällen ab, da beim DIMAFON die Möglichkeit einer zwangsläufigen Erdung gegeben ist und der Kunde durch den Vertreter und durch die Bedienungsanweisung auf die gesetzlichen Vorschriften hingewiesen wurde.

C 10. Staubschutzhaube

Sie dient zum Abdecken des DIMAFON-Gerätes nach Gebrauch und kann über das komplett angeschlossene Gerät gezogen werden, so daß es sich erübrigt, die Verbindungen zu lösen. Eine Abdeckung ist besonders zum Schutz der Platten und des Laufwerks sehr zu empfehlen.

C 11. Handschalter für Stopp und Wiederholung

Dieser kann anstelle des Fußpultes verwendet werden, vorzugsweise vor der Schreibmaschine. Die endgültige Ausführung ist noch in Vorbereitung, es können aber bereits Handmuster abgefordert werden.

C 12. Tonarmanschlag

Dieser wurde für Benutzer konstruiert, die vorwiegend ohne Laufzeitskala arbeiten. Der Tonarmanschlag kann mit Hilfe einer Rändelschraube am Fangstift für die Laufzeitskala so befestigt werden, daß der Tonarm ohne hinzusehen in die dritte Plattenrille eingesetzt werden kann.

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