Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .
. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.
Das Design kam von einem Professor . . .
. . . kennen wir das nicht von den hochpreisigen Küchenmaschinen von einem Professor Porsche ? Nun, bei Braun Hifi stand damals ein realer Gegenwert dahinter. Professor Rams studierte die Ergonomie und entwickelte die Optik (das typische damals progressive BRAUN Design) und es war bedienbar, das Braun Programm. Und sie machten sogar richtiges High-End Hifi und noch mehr. Das Braun TG 1000 mit einem Braun CSV 60 (2 x 60 Watt Röhren-) Endverstärker und zwei L710 Boxen konnte ganze Abende füllen. Das war 1972 absoluter High-End Edel-Sound pur, natürlich für nur lockere 1848.- DM. Das TG 1000 war außerdem extrem leise, das war damals etwas Besonderes, denn die Grundig- und anderen Heimtonbandgeräte machten einen beachtlichen (mechanischen) Lärmpegel, und von Hifi wollen wir da mal ganz schweigen.
Und diese leichten Relais Tasten, das war toll, das "flutschte" nur so beim Antippen und endete mit enem sonoren tiefen "Klack" und das Band lief an. Eine völlig ungewohnte Art für Hifi-Fans, mit einem 21 Kilo Tonbandgerät umzugehen. An die damaligen AEG Telefunken Studiomaschinen kamen wir doch überhaupt nicht ran.
Die Mode änderte sich und alles wurde schwarz . . .
Es war aber doch dasselbe geblieben, auch wenn jetzt die Front schwarz war und es noch einen Tick edler aussah. Die zugehörigen Komponenten wurden noch um den einen oder mehrere Receiver ergänzt und es war wieder die typische Braun Familie zusammen.
Irgenwann um 1972 (nach dem Weggang der gesamten Entwicklermannschaft zu ASC) wurde die Produktion des TG 1000 an die Firma Uher nach München vergeben. Daß daraus auch bei Uher irgenwann ein Uher High-End Bandgerät herauskam, das kennen wir von den Japanern, die zuerst im Auftrag gebaut hatten und dann selbst weiter gemacht hatten.
Wie man an dem Steuergerät Regie 510 unten drunter sieht, beim Design konnte mit Braun fast zwanzig Jahre keiner mithalten.
Wie habe ich bei Grundig geschrieben :
Wenn Du mal ganz oben angekommen bist, dann mußt Du aufpassen, denn dann geht es nur noch abwärts.
Und so war es auch bei Braun, die Rasierer-Amis kamen und kauften die Firma und es ging schnell abwärts mit der edlen Sektion Hifi.
Die Technik war auf höchstem Niveau.
Nicht nur Studer hatten den Aluminium Druckguss Kopfträger für die drei Tonköpfe und die exzellente Bandlaufstabilität.
Hätten die nur nicht so lange auf diese exotischen 22er Spulen gesetzt . . . . . . . - ob es wirklich etwas geändert hätte ?



