Sie sind hier : Startseite →  Braun/ASC→  Braun TG 1020

Das TG1000 und das TG1020

das TG 1020 links, das TG 1000 rechts

Es ist eigentlich das Gleiche (Gerät), aber dann doch nicht das Gleiche. Das TG1000 wurde in 1969/1970 im BRAUN Bandgerätelabor in Frankfurt entwickelt. Chefentwickler Wolfgang Hasselbach hatte schon lange diese Aufgaben an andere Mitarbeiter abgegeben, während das TG 60 noch sein "eigenes" Kind war. Mit dem TG 60 bis zum TG 550 war technologisch gegen eine Revox A77 keine Verkaufs- "Schlacht" mehr zu gewinnen.
.

Auch fehlte ein optisch repräsentatives Bandgerät, das zu den neuen "regie 501" bis 5xx Receivern optisch gut paßte. Als das TG 1000 vorgestellt wurde, war die Welt im Hause BRAUN scheinbar noch in Ordnung. Was dann bis zum Abgang der gesamten Entwicklermannschaft um Herrn Cyrener zu ASC nach Aschaffenburg wirklich vorgefallen war, wird nur in Gerüchten überliefert und in Legenden gepflegt.

Eines war sicher ganz wichtig, bei BRAUN regierten jetzt die Amerikaner und die hatten einen ganz anderen Blick auf den Bandgeräte-Weltmarkt und sahen die Philips kompatiblen CC Kassettengeräte im Kommen und die OpenReel- Geräte schwinden. Es mag sein, daß auf Befehl von ganz oben die Entwicklung der Bandgeräte-Abteilung ausgedünnt oder ganz abgesagt werden sollte oder sogar wurde.
.

Die Produktion des TG 1000 in Frankfurt wurde eingestellt

Und so, wie ein Teil der Plattenspieler bereits bei DUAL gefertigt wurde, wurde die Produktion an die Münchner Spezialisten von UHER vergeben. UHER hatte zu der Zeit schon Reserven bw. Kapazitäten frei. Was den BRAUN Leuten aber verheimlicht wurde, auch UHER arbeitete an einer richtig großen Edel-Maschine, der späteren SG 630. Und bei ASC hatte man die ASC 6000 in der Entwicklung.
.
Gleichzeitig mit der Verlagerung der Produktion wurden einige Schwächen der TG 1000 repariert. Ein Problem war der Schaltknacks bei jedem Aufnahmebeginn. Klein aber störend, sagte man.
.

Die grundlegenden Schwächen wurde aber nicht bereinigt

Das waren die zu kleinen Instrumente, die popeligen unpraktischen Aufnahme-Drehegler, die 5Pol DIN-Buchsen auf der Rückseite und der fehlende Tragebügel oder Tragegriff für die 20 kompakten Kilos.

Auch das mechanische Bandzählwerk war in dieser Preisklasse nicht mehr zeitgemäß. Aber alles das wurde nicht mehr geändert.

Zwei sichtbare Unterschiede zwischen TG1000 und TG1020

Nach dem Öffnen der vorderen Abdeckplatte sieht man, daß der Kopfträger nicht mehr aus einem ALU-Druckgußteil besteht, sondern aus zwei sehr kräftigen schwarzen Säulen links und rechts mit einer darübergelegten massiven Traverse. An dieser Traverse sind jetzt die Magnet-Köpfe befestigt.

Öffnet man die Abdeckplatte hinten, fällt auf, daß da eine neue kleine Platine dazugekommen ist. - Auf der kleinen Platine mit den DIN-Anschlüssen sind zwei Pegelreger hinzugekommen, die man von Außen einstellen kann. Alles andere ist fast identisch.

Auf der Netzteilplatine fallen die 3 Leistungstransistoren auf, die jetzt eine andere Bauform haben.
.

- Werbung Dezent -
© 2003/2018 - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - Germany - Wiesbaden - Impressum - DSGVO - Privatsphäre - Zum Flohmarkt