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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

ein viel späteres Hobbyfoto
ALU-Spulen gab es damals nicht
der Kopfträger des TG60

Das TG 60 war eigentlich ein Labormuster und dennoch einmalig zu seiner Zeit.

Preislich lag das Teil von 1965 bis 1966 jenseits von Gut und Böse. Bei DM 1.990.- verging uns Schülern und Studenten sogar die Lust am Schaufenster schnuppern. Und nirgendwo gabs Rabatt, es war irgendwie nahezu hermetisch abgeschottet. Die bei BRAUN hatten anscheinend auch nicht so viele davon. Angeblich wurden vom TG60 bis 1967 nur ca. 500 gebaut.

Und dennoch, es war das erste Hifi Stereo Heimtonbandgerät, daß sich damals optisch wie auch akustisch so wohltuend von den klobigen Grundig- und Telefunken- "Koffern" (sprich Kisten) abhob. Zusammen mit dem TS40 und 2 Stück L450 hing es an der Wand, für damals war das umwerfend modern und zudem klanglich oberes Ende.

Es hatte erstmals 3 einzelne Motoren und eine richtige Tipptastensteuerung, für Heimgeräte war das außergewöhnlich. Es war superflach und optisch so wie alle Braun Geräte dieser Serie rings herum gut gestylt und lag flach auf dem Tisch oder stand hochkant an der Wand. Die damaligen Grundigs waren dagegen üble fette dickbäuchige häßliche Koffer-Kästen und machten auch den ensprechenden Lärm, schon bevor ein erster Ton heraus kam.
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Anmerkung :

Dieser Artikel über das TG60 stammt aus 2008, als wir noch nicht im Besitz der Unterlagen des Chefentwicklers Wolfgang Hasselbach waren und auch noch nicht so viele Zeitzeugen befragt hatten.
Im Prinzig war das TG60 ein Flop.
Es wurde bereits nach ganz kurzer Zeit viel zu heiß, wenn es waagrecht lief, alleine senkrecht an der Wand war es erträglich. Die Entwickler hatten sich beim Designer Dieter Rams nicht durchgesetzt, daß die entstehende Wärme irgendwie abgeführt werden mußte. Es war also nicht "Dauerlauf tauglich". Chefdesigner Rams akzeptierte keine Lüftungslöcher auf der Vorder- oder Oberseite sowie den Seitenteilen, das war fatal. Es wurden auch nur etwa 500 Stück produziert. Damit war es für BRAUN damals bereits auch finanziell ein Flop.

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Noch heute zeitlos elegant, das TG 60.

Hier sieht man, wie edel das Teil aussah. Und damals war es die Sensation im Hifi Bereich wie übrigens fast alle Braun Geräte, denn es waren wieder mal deutsche Perfektionisten am Ruder.

 

Bei Braun hielt man es bis fast zum Ende mit den 5pol DIN Buchsen. Erst, als so ziemlich alle anderen Hersteller auf Cinch (das hatte sicher echte Vorteile) umgestiegen waren, bekamen die letzten Geräte dann auch diese Buchsen mit auf den Weg.

 

 

 

Diese Spulenverriegelung war super.

Die Technik der auf die Motorachse (bzw. die verlängerte Spulen- Teller- Achse) aufschraubbaren Alu- Überwurfmuttern hat sich bis zur ASC 6000 durchgezogen.

 

Ein Blick auf die technischen Daten

20 Germanium Transistoren (AC 160, AC 150 und AC 124) waren zu der Zeit absolut fortschrittlich, bei all den Wärme-Problemen mit der Germanium Technik und die versprachen exzellenten Ton. Doch die 135 Watt Nenn-Aufnahme- leistung bei 220 Volt schmälerten das Erlebnis, das Gerät wurde im Liegen glühend heiß. Auch die 20 Kilo waren einmalig für ein solch kleines und flaches Gerät. Wir haben im Aug 2010 die (fast alle) Braun Service Anleitungen bekommen.
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Anmerkung :
Viel mehr über "Braun-Hifi" finden Sie im Hifimuseum.

Dort finden sie eine Menge an Hintergrundinformationen, warum Braun Hifi nie Gewinne erwirtschaftet hatte und dann in 1991 aufgelöst wurde.

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