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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Was war der Sinn (oder Unsinn) der ALU-Spulen ?

Eigentlich ist es betrüblich, denn der logische Menschenverstand sagte jedem "Tonbandler", die Alu-Spulen sind deutlich schwerer als die Plastik- Spulen. Sie verlangsamen also das Wickeln, stören (bremsen) durch die höhere Masse auch noch den Bandstart und sie verzögern das Bremsen. Und dennoch wurden (und werden) sie gekauft wie "blöd".

 

Beim Auto ist die deutlich leichtere Alu-Felge der Stahl-Felge sicher aus (Gewichts-) Ersparnisgründen (beim Sprit) überlegen und Aluminium rostet nicht. Beim Tonband kenne ich keine logischen oder sinnvollen Argumente. Beim Videoband der ersten Stunden war das sehr sensible und zu schützende Bandmaterial ein schlagendes Argument für diese Großen Spulen. Dort gab es auch die entsprechenden (riesigen) Wickel-Motoren, die die Spulen vernünftig bewegen konnten.

 

Bei den großen prozzo prozzo Akai und Teac und Sony 26cm Spulen Bandmaschinen mit den hochglanz polierten Edelstahl Frontplatten erschließt sich mir außer der Proz-Sucht kein auch nur annähernd vernünftiges Argument.

Diese Alu Spulen sind einfach nur schön, weiter nichts.

Selbst die eigentlich seriöse Firma Uher kam nicht umhin, besonders blinkende und außen nochmals "an-" gedrehte und nachpolierte 18cm Aluspulen auf den Markt zu bringen. Damit wurde zwar ein Uher Royal de Luxe "noch" schöner, aber die Bandzughebel hatten im Betrieb nach wie vor gerappelt.

Diese beiden Uher Alu Scheiben sind zwar auch nur ausgestanzt wie bei fast allen anderen Aluspulen auch, doch sind sie außen nochmals überarbeitet, abgedreht und poliert. Die 18cm BASF Spule (rechts) ist nur gestanzt und dann matt eloxiert. Die blinkt also bei weitem nicht so schön.

 

Und auf den BASF Schubern stand der ganze Schwachsinn auch noch draußen drauf.

Links am Rand sehen Sie das große "M". Es steht für "Metallspule für Profis". Schon beim Doppelspielband (wie bei dem DPR26 hier) treten bei ALU Spulen beim Abbremsen recht große Zugkräfte auf, und wenn das Laufwerk dafür gar nicht ausgelegt war, riß das Band oder dehnte sich. Damals waren über 90% der Bandgeräte für 18er Spulen für dieses Gewicht nicht ausgelegt. Oder es wickelte sich (nur) zwischen den Band-Wickel und die die Spulenwand hinein. Und dann war es auch meist hin.

 

Es war damals wie heute einfach nur Marketing Blödsinn.

 

 

Werfen Sie einen Blick auf die Prozzoprozzo Spulen der Audio-Leute.

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