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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

CROWN of America, später (bei uns) auch "Amcron" genannt, einer der wenigen Profis unter den Amerikanern.

Die Firma Crown aus Elkhart Indiana baute neben den (sehr teuren) Bandmaschinen auch den berümten Crown DC 300A Endverstärker. Daß es dazu auch noch einen Vorvestärker (den IC 150) gab, ist selbstredend. Daß der zwar hypermodern mit zwei ICs bestückt war, dafür aber nur klangliches Mittelmaß, ist ein Nebeneffekt oder auch die "Erfahrung".

Die Crown Bandmaschinen beeindruckten durch ihre gewaltige Optik, also nicht alleine nur durch den in Deutschland angesetzten Verkaufspreis des Importeurs. Die großen Aluspulen, die gewaltigen klobigen Studio-Regler, die riesengroßen Anzeigeinstrumente, jede Menge an Schaltern und Reglern, einfach alles war bis dahin neu für die Hifi-Jünger in Deutschland West.

Wichtig zu wissen ist natürlich, daß wir jungen Fans überhaupt keine Telefunken oder Studer Maschinen vor die Nase bekamen. Selbst auf der Funkausstellung bzw. den Audio-Messen und in Hannover waren die nur spärlichst vertreten wenn wir mal einen Telefunken Porspekt haben wollten, wurden wir (jungen Besucher) komisch "angeguckt" und abgewimmelt..

Und dann dieses Ungetüm hier für ca. 12.ooo Mark. Daß wir das nicht kaufen konnten, war uns bewußt, daß wir es nicht mal klauen konnten bei 90 Kilo Gwicht, das konnten wir damals nur ahnen.

CROWN CR 10 (Stereo)

CR steht hier vermutlich für Crown Recorder. Dieses Bandgerät hatten wir hier niegesehen, es war aus einer Zeit vor unserer Zeit. Mit drei Motoren wie alle Crown Laufwerke, war es sicher für den Studio- bzw. Semistudiobetrieb konzipiert.


dDie Crown Bandmaschinen bestanden immer schon aus dem Laufwerk als Modul und der Elektronik in einem edlen wunderschön furnierten Nußbaumgehäuse mit imposanten Abmessungen, das die sowieso schon beindruckende Optik weiterverstärkte.

Natürlich gab es auch die mobile Kofferausführung, wenn man da von mobil sprechen durfte. Unser deutsches AEG K1 oder K4 war eigentlich auch nie mobil, auch wenn es in drei Koffern aufgestellt wurde. Diese Bezeichnung wurde sicher von  den  mehrere hundert Kilo schweren Marconi Stahlbandmaschinen abgeleitet, die nun wirklich nicht mobil waren.

Jedes Modul hatte seinen eigenen dicken schweren voll abgeschirmten Netztrafo und den Ausgangsübertrager natürlich auch noch. Das waren dann schon die ersten 10 Kilo Gewicht.

CROWN CR 702 (Mono)

Was war das besondere an den Crown Maschinen ? Sie waren durchdacht für den Audio-Profi gebaut.

Schaun Sie auf die verstärkereinschübe: Dort finden Sie richtige Pegelregler sowie Höhen- und Tiefen Regler zum Anfassen, also keine dünnen schmalbrüstigen "Popelregler", die nur Kinderfinger drehen konnten.

Und wenn ich als Rechtshänder mit der rechten Hand die Regler bediene, dürfen sie mir das Anzeige-Instrument nicht verdecken.


Das finden Sie hier bei hunderten von Geräten leider so.

CROWN CR 7140 (Stereo)

Das alte Dreimotoren-Laufwerk blieb gleich, die Röhren- Aufnahme- Wiedergabe- Verstärker wurden einfach verdoppelt. Die Laufwerksbedienung war bislang eine Krücke, die Bedienung der Elektronik dagegen war vorbildlich.

CROWN CX/SX 722 / 724

Aus zwei völlig getrennten Mono Verstärkern wurde jetzt ein Stereo- Aufnahme- und Wiedergabeverstärker unter dem verbesserten Laufwerk. Die Bedienung erfolgte über Tipptasten.

CROWN CX 822 / 824

Und das Crown CX 822 war jetzt wirklich die Krönung unter den amerikanischen Stereobandmaschinen. Die Optik war einfach nur noch "impressiv" = beeindruckend, wie die Amerikaner sagten. Irgendwie erinnert das ganze von den gewaltigen Dimensionen an die Sony Bandmaschine TC 850 von 1970.

 

Bei dem Verstärkerteil ist jedoch die doppelte Klangregelung für Höhen und Tiefen weggefallen, das war sehr schade.

CROWN CX 844 (Quadro)

Das CX 844 war dann das letzte der Tonband Superboliden aus Amerika, das aber auch bei uns in nur ganz wenigen Stückzahlen in den Bars von Millionären rein zur ProzzoProzzo Schau eingebaut wurde. Die, die sich dieses Teil leisten konnten, konnten es vermutlich nur bedingt bedienen.

Bei der ganzen damaligen analogen Quadro Hysterie der Hersteller kam heraus, keiner brauchte es wirklich. Es gab ja sogut wie keine nennenswerten Programmquellen und wer machte sich schon mit 80 Kilo am Bein die Mühe, irgendwo richtige hochwertige 4-Kanal Aufnahmen selbst anzufertigen.

Am Ende ist die ganze Quadro- Euphorie weder im Kaufrausch aufgegangen noch hat es den Herstellern irgendeinen finanziellen Nutzen gebracht, von dem klanglichen bzw. dem sterophonischen Genuß ganz zu schweigen.

Es wurde ein Flop für alle Beteiligten, es war einfach noch nicht reif.

Ein Blick in und auf die Elektronik

In dem zweiten Bild hat man einen sehr schönen Einblick in die damalige Steckkartentechnik bei Crown. Auch konnten diese semiprofessionellen Geräte sowohl Cannon Stecker wie auch die in den USA allgemein übliche große Klinke vertragen.


Wie auch später bei der Revox A77, sind die Platinen sehr "luftig" mit Transistoren bestückt. Alle Verstärker- Karten sind steckbar, aber mit dem Sockel nach unten, (damit der Staub dort besser rein fällt??). Das habe die Studer Entwickler bei der Revox A77 besser gemacht, die Steckerleisten stehen dort (staubresistent) senkrecht oder hängen sogar nach unten (im Waagrechtbetrieb).



Aber gut sahen sie schon aus, die "Kronen" unter den Tonbandgeräten.




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