Sie sind hier : Startseite →  Die Amerikaner→  3M Wollensak

Über die Firma Firma Wollensak

Firma Wollensak, St. Paul, MN - 1899 bis 1972

Die Firma wurde 1899 von Andrew Wollensak (1862-1936) gegründet, um Kamerablenden zu produzieren. - Wollensak wurde erstmalig als Mechaniker von Bausch und Lomb im Jahre 1882 beschäftigt und wurde im folgenden Jahr zum Vorarbeiter. Er half Edward Bausch mit dem Entwurf des Iris-Blende im Jahre 1890.

Der berühmte 'Optimo' Verschluß (Shutter) wurde 1909 von Andrew Wollensak entworfen und wurde bis 1930 verkauft. Auf seinem Höhepunkt in den 1950er Jahren beschäftigte Wollensak über tausend Mitarbeiter.

Die Firma Wollensak hatte mehrere Besitzer, darunter die "Revere Camera Company" in den 1950er und "3M Company" im Jahr 1960 (3M war bekannt für ihre Tonbänder Marke Scotch).

Als Revere die Firma Wollensak übernommen hatte, begannen sie mit der Herstellung von Tonbandgeräten. Wollensak nahm das grundlegende Revere-Chassis und entwarf ein modernes Gehäuse, ein einfaches 3-Tasten- und Schieberegler-System und einen kompakten Verstärker samt Lautsprecher und die "1500-Serie" wurde geboren.

1960 - die "3M" kauft Revere Wollensak auf

Im Jahr 1960 erwarb 3M die Firma Revere & Wollensak. Die Division wurde schließlich als "Mincom Division" mit dem Hauptsitz in St. Paul, MN bekannt.

Wollensak brauchte einen Stereo RECORDER, um zu konkurrieren. Die Ingenieure nahmen das Basismodell und überarbeiteten es, um einen neuen 2-Kanal-Verstärker zu integrieren. Das Gerät bekam ein völlig neues Aussehen und seitliche Lautsprecher, das war das Modell T-1580.

Das Modell 1580 wurde zu einen aufrechten szehenden Gerät erweitert, dessen Aussehen scheinbar von den beliebten Roberts (Akai) Recordern jener Tage inspiriert wurde.

Der T-1980 "Sound Room" (1964-6) war mechanisch und elektronisch meist identisch mit dem 1580 (1962-6) aber größer und beeindruckender, mit Anzeigeinstrumenten anstelle der bis dahin verwendeten Neon-Indikatoren, also den Glimmlampen für die Aussteuerung.

Der Laden-Preis war zu der Zeit bereits zu einem großen Thema für die Verbraucher geworden und die Produktionskosten basierend auf dem alten 1500 Laufwerk waren zu hoch, so dass eine neue Serie für den Consumer-Markt entworfen wurde - die 5000er Serie (1967-69).

Die neuen Designs waren kompakt und jetzt rechteckig. Eine Spule auf jeder Seite mit einer kleinen Steuerkonsole zwischen ihnen. Sie konnten jetzt auf Bücherregalen stehen oder an einer Wand hängen.

1969 Wollensak brachte Wollensak das letzte "Reel to Reel" Bandgerät heraus, die 6000er Serie (1969-72 bis 1982), die alle bereits 2 Motoren und einen 70 Watt Verstärker hattem. Diese Typen und die nachfolgenden Kassettendecks waren bei Organisationen und Schulen weit verbreitet. Wollensak wurde verkauft und hat 1982 den Betrieb eingestellt.

Zwischenkommentar :

Als Revere-Wollensak - obwohl unter dem Schirm von der wirklich großen 3M Company - den Betrieb und die Produktion 1972 einstellte, war das ein untrügliches Zeichen dafür, daß die Japaner den amerikanischen Bandgerätemarkt komplett übernommen hatten. Ich habe es hier auf den Magnetbandseiten öfter angeführt, die Entwicklung in USA war der in Europa immer 5 bis 7 Jahre voraus. Uns hier in Deutschland hatte es ab 1978 getroffen, aber nicht kalt erwischt, wie manche Zeitgenossen immer noch lamentieren, es war ganz deutlich vorhersehbar. "Wir" haben eben nicht aufgepaßt !

.

Die "Wollensak Recorder History and Guide "

teilweise aus dem englischen von "stenkbomm"

Ich nehme an, es könnte hilfreich sein, einen Wollensak-Firmenführer zu schreiben, während mein Gedächtnis noch einige Details behält. Ich war ein Wollensak Authorized & Trained Service Facility Manager und Techniker bis zum Ende 1972.

Wollensak begann vor über 100 Jahren als Linsenhersteller. Sie lieferten Linsen und Linsenkomponenten für alle großen amerikanischen Hersteller während des 20. Jahrhunderts, bis die Japaner den Markt übernahmen. Sie machten auch einige Kamera-Rollverschlüsse und bildeten eine Partnerschaft mit der "Revere Camera Company", die dazu führte, dass sie einige Kameras (meist 8mm) unter ihrem Namen in den 1950er und frühen 1960er Jahren anboten.

Diese Partnerschaft mit Revere hatte für beide Unternehmen tiefgreifende Konsequenzen, als Revere, wie viele andere optische Unternehmen (Ampro, TDC, Bell & Howell, etc.) in diesen Tagen (Anfang der 1950er Jahre) begonnen hatten, "Tape Recorder" zu entwickeln und herzustellen.

Die ersten Angebote von Revere waren ziemlich gewöhnlich, aber sie kamen mit einem Design, das ein Gewinner war und die Basis für ihre Maschinen seit Jahrzehnten bleiben würde.

Dann kam Wollensak dazu. Sie nahmen das grundlegende Revere Laufwerk, entwarfen eine moderne "Flugzeugbau" Optik, ein einfaches 3-Tasten- und Schieberegler-System und einen kompakten Verstärker. Das daraus resultierende Gerät war klein, leicht, stilvoll und ein sofortiger Hit. Die "1500er Serie" wurde geboren.

In den nächsten Jahren wurden bei Wollensak/Revere einge Verfeinerungen und optionale Versionen gemacht.

Das ursprüngliche Model T-1500 war ein Halbspur- (2-Spur-Mono)-Rekorder mit einem einzigartigen Verstärker (für jene Zeit), der anstelle eines Phasenumrichters einen Zwischenstufen-Transformator verwendet, um seinen Push-Pull-12AB5-Verstärker anzusteuern. Es hatte Record, Play und Public Address Fähigkeit, die es einen Hit bei Dozenten, Schulen, etc. werden ließ. Der Verstärker ist oft auf eBay als "Gitarrenverstärker" oder andere Nicht-Band-Recorder Verwendung gesehen worden.

Nochmal - 3M kauft Revere-Wolensak

3M erwarb Revere / Wollensak als perfekte Ergänzung für das Tonbandfertigungsgeschäft. Die Division wurde schließlich als "Mincom Division" mit dem Hauptsitz in St. Paul, MN bekannt. Der neue Eigentümer ermöglichte jetzt die weitere Forschung und Innovation.

Variationen der Modellreihe 1500 erschienen schnell. Einer der ersten war das Modell T-1515, eine Stereo-Version. Das 1515 ersetzte den Standard-Monokopf mit einem Stereokopf und fügten einen kleinen Vorverstärker für den zweiten Kanal hinzu. Durch das Einstecken des Gerätes in eine Stereoanlage oder das Hinzufügen eines Satelliten-Lautsprechers / Verstärkers konnten die damals neuen Stereo-Bänder (also die bereits bespielten Musik-Bänder) abgespielt werden. Die Aufnahme war immer noch nur Mono.

Diesem Modell folgte schnell das T-1515-4, da die (Musik-) Industrie auf 4-Track-Bänder ging. Das Kopfsystem wurde neu gestaltet, um den neuen Kopf einzuschließen und einen Umschalter zu liefern, der den Kopf nach oben und unten bewegte. Die 4-Spur-Einstellung ermöglicht jetzt das Abspielen von vorbespielten 4-Spur-Stereo-Bändern.

Es gab auch eine 2-Spur-Einstellung, die den Kopf etwas abgesenkt hatte, so dass es 2-Track-Bänder wiedergeben konnte, ohne den Verlust von Kanal eins, der bei anderen Marken üblich war. Eine dritte Position erlaubte die Aufzeichnung von 4-Spur-Mono durch Verschieben der aktiven (Aufzeichnung) Spur auf die verschiedenen Teile des Bandes. Andere benutzten auch diesen Ansatz, einschließlich Webcor & Akai/Roberts.
.
Eines der seltensten Modell war das TS-1520 / T-1700, das dank des eingebauten Wechselrichtersystems von 110V Standard-AC oder von der 12 Volt DC (Auto) Batterie betrieben werden konnte. (Dieses Modell sollte nicht mit dem späteren 1520AV verwechselt werden.)

Dies erlaubte die mobile Aufnahme in einer erhelblich besseren Qualität als die normalerweise vorhandenen Transistor- und Uhrwerkseinheiten, die zur Zeit verfügbar waren. Aber auch diese Verbesserungen in dieser Röhren-Technik machten es sehr schnell veraltet.

Kleine interne Verbesserungen wurden zwar gemacht, meistens zu der Laufwerksmechanik und später zum Rückspulsystem, aber der Antriebsmechanismus war im Wesentlichen immer noch die ursprüngliche Revere-Technik.
.

Ein Versuch mit billigen (economy) Modellen

Es gab auch eine "Economy" -Serie der beiden damals aktuellen 1500 Modelle (T-1500 & T-1515-4): die "1400 Serie". Die T-1400 und T-1440 waren identisch mit den 1500 Geräten, außer sie wurden in dunklem Grau lackiert, anstatt mit dem gebürsteten oder polierten blanken Aluminium der regulären Typen.

Für das "deluxe" Ende des Marktes hatten sie das Bedienteil neu gestaltet und die Drucktasten und Relais hinzugefügt für die Soft-Touch-Bedienelemente und nun auch die Möglichkeit der Fernbedienung zur Verfügung zu stellen. Die T-1600 & T-1616 Modelle waren niemals die tollen Renner, aber sie sahen super aus und fügten Prestige und Image zum Brand hinzu.

Die Nachfrage nach Mono-Recordern sank immer weiter und wurde zunehmend von noch billigeren Geräten aus Japan ausgefüllt. Wollensak brauchte einen Stereo-RECORDER, um weiterhin zu konkurrenzfähig zu bleiben.

Die Ingenieure nahmen das Grundgerät und überarbeiteten es, um die neue Bedienung und einen neuen 2-Kanal-Verstärker zu integrieren. Das Modell bekam ein völlig neues Aussehen und seitliche Lautsprecher. Das Modell T-1580 war ein sofortiger Erfolg und hatte für den Preis ziemlich gute Spezifikationen. Anzeigen mit Musiker-Namen erschienen in mehreren Publikationen. Es behielt alle traditionellen Features, einschließlich PA-Fähigkeit. Eine Mono-Version, die T-1570 hatte es nie gegeben, und das Modell T-1580 blieb für mehrere Jahre im Katalog.

Das Modell 1580 war jetzt eine großes aufrechtes stehendes Gerät, welches scheinbar von den beliebten Roberts (OEM von Akai) Geräte jener Tage inspiriert worden war. Das T-1980 "Sound Room" war mechanisch und elektronisch meist identisch mit dem T-1580, aber größer und eindrucksvoller, mit Metern anstelle der bis dahin verwendeten Neonindikatoren. Das T-1980 wurde auch als eingebaute Version ohne Koffer als T-1780 angeboten.

Das 1580-Laufwerk wurde auch mit verschiedenen Verstärkern verwendet, z.B. in preiswerteren oder späteren Modellen wie dem T-1280.

Mit dem Versuch, mit einer völlig neue Entwicklung einen Fuß in den Low-End-Markt zu halten, wurde die T-524 angeboten, nahzu erfolglos.

Während all dieser Zeit verkaufte sich das Original 1500 immer noch gut, vor allem für Schulen und Konzerne. 3M nannte es dann das T-1500AV, aber ansonsten blieb es ziemlich das gleiche, bis die Entwickler beschlossen, es mit Transistoren (Solid-State) zu aktualisieren und dazu gaben sie ihm einen kleines Zeigerinstrument. Es wurde dann das T-1500 SS (solid state)genannt.

Die 5000er Serie

Der Laden-Preis war hier in den USA zu einem großen Thema für die Consumer-Linien gweorden und die Produktionskosten mit dem alten 1500 Laufwerk waren indie Höhe gegangen, sodass eine neue Serie für den Consumermarkt entworfen wurde - die 5000er Serie.

Die neue Entwicklung war kompakt und rechteckig. Eine Rolle auf jeder Seite mit einer kleinen Steuerkonsole zwischen ihnen. Sie konnten auf Bücherregalen sitzen oder an einer Wand hängen. Ein einfacher Mechanismus, Kunststoffteile und kraftbetätigte Drucktastensteuerungen für eine leichtere Einheit. Alle waren solide. Die Modelle reichen von kompletten Tragbaren mit Kunststoffkoffern bis hin zu hölzernen Modellen mit abnehmbaren Flügel- oder Regallautsprechern. Mit Ausnahme eines Mono-Modells waren alle Stereo. Die erste Serie war die Serie 5200/5300 (5150 für die Mono-Version) und eine spätere Serie mit mechanischen Verbesserungen und eine Kopfhörerbuchse war die Serie 5700/5800.

Weitere Modelle 5000 und 6000

Im Jahr 1967 wurde Wollensak's erstes und einziges tragbares Batterie Reel-to-Reel Bandgerät eingeführt, das 3500. Es wurde in Japan gemacht und hatte alle Funktionen, die man zu der Zeit kannte, transistorisiert, ein Band-Zähler, Drucktastenbetätigung, 5 Zoll-Spulen und ein einzigartiges umschaltbares Geschwindigkeitssystem anstelle von veränderbaren (und verlustbehafteten) Hülsen, die auch die Variation für die gewählte Geschwindigkeit geändert haben. Es war damals ein guter Recorder, mit überraschender Klangqualität für die Zeit.

Wollensak hatte auch angefangen, Kassetten-Recorder anzubieten. Die ersten, die 4100 & 4200 waren "rebadged" Philips (umgelabelte Norelco Modelle) Geräte aus Holland. Die Käufer, die die RCA Standard-Buchsen und RCA Stecker (wir nennen sie heute Cinch-Stecker) von amerikanischen und japanischen Geräten verwendet hatten, waren von diesen ungeraden DIN-Steckverbindern nicht begeistert.

Nach 2 Jahren gab 3M die 5000er Serie auf und entwarf eine von Grund auf ganz neue Serie. Zum ersten Mal wurde nichts von dem ursprünglichen Revere Chassis oder den Updates übertragen.

Die neue 6000er Serie zeigte ein Druckguss-Chassis und einen Kopfträger. Ein DC-Motor trieb die Spulen an, sodass der AC-Motor frei war, um nur den Capstan anzutreiben. So konnte man Wow und Flutter und Geschwindigkeitsschwankungen senken. Dazu gab es eine einfachere Tastenbedienung und einen offenen Kopfzugang. Es wurde gehofft, dass es die 1500er Serie im kommerziellen Gebrauch ersetzen würde. Das erste Modell war eine Monoeinheit.

Die Linie erweitert sich sofort auf alle Arten von Stereo-Einheiten, von einfachen bis 3-Kopf-Decks und sogar in sich geschlossenen Sound-Systeme mit 3 Kopf Aufnahme / Wiedergabe und 70-Watt-Verstärker mit Drehknopf und Tuner-Eingänge zusätzlich zu den üblichen Mikrofon und Line-Eingängen. Einige waren im Koffer zu kaufen, um tragbar zu sein. Der beste Verkauf dieser Modelel war das T-6250AV und es fand breite Verwendung in Hochschulen und Musikschulen.

Die Kassettengeräte

Auf der CC-Kassettenfront kam die Firma 3M mit dem revolutionären "Doppelperipherie"-Laufwerk heraus. Dies hatte ein riesiges Schwungrad und gute mechanische Spezifikationen. Eine sehr effektive Auto-Stop Funktion wurde bald hinzugefügt. Es hatte die gleichen Bedientasten wie die 6000er Serie. Advent benutzte auch dieses Laufwerk für sein historisches 201 Deck (als zweite, um die Dolby Rauschunterdrückung verwenden) Damit hatte die Kassette in Stereo mit Dolby in den 1970er Jahren die Führung angetreten. Das Laufwerk wurde auch von Heathkit für ihre Kit-Version verwendet.

Wollensak bot Consumer-Stereo-Versionen an, entschied sich aber dafür, sie selbst zu produzieren. Stattdessen schickten sie die Laufwerke nach Japan und bauten dort die Consumer / Hi-Fi-Versionen. Spätere Geräte waren dann ganz Japanisch.

Diese Consumer-Versionen zeigten zeitgenössische Eigenschaften wie Kristall-Ferrit ("Glas") Köpfe. Alle Modell waren flache Geräte und verloren an Akzeptanz, als die Industrie auf aufrechten Frontlader zu ging.

Eine Reihe von 8-Spur-Recordern wurde auch noch angeboten, darunter einige ganz nette sogar mit Dolby. Sie "verblaßten" aber mit dem 8-Track Format, sind aber heute bei Sammlern sehr begehrt.
.

Eine Kurze Zeit Marktführer im kommerziellen Markt

Die Wollensak-Kassettengeräte, die in den USA hergestellt wurden, hatten den kommerziellen Markt erobert. Mit einer Ausnahme waren sie Mono-Recorder und fast alle hatten irgendeine Form von Projektor-Steuerung in sie integriert. Wie die ursprüngliche T-1500 waren auch sie ersetzt worden und hatten inzwischen leistungsstarke Verstärker und PA-Fähigkeit. Sie konnten programmiert werden und kontrollierten Diaprojektoren und sogar sich selbst. Sie füllten Sprachlabors, Messen, Schulen und Tagungsräume. Die 2500er Serie beherrschte den Markt.

Während dieser Zeit hatte die ursprüngliche 1500-Laufwerke weiterhin eine starke Nachfrage. Die Modelle wurden mit einem neuen Verstärker aktualisiert, der die automatische Pegelaufnahme ermöglichte und sie wurden grün lackiert und bekamen farbcodierte Tasten.

Der Wettbewerb zu den Kassettenmodellen begann zu niedrigsten Preisen am unteren Eende des Marktes, so dass das bi-periphere Design in eine kleinere Version mit einem kleineren Verstärker und Lautsprecher umgewandelt wurde, um zu versuchen, diese Lücke zu stopfen. Es hatte aber nie funktioniert - (den Japanern Paroli zu bieten).

Ausweichen auf neue Produkte - Kopierstationen

Wollensak beschloss dann, in den 1970er Jahren High-Speed-Bandvervielfältiger anzubieten. Es gab Spulen- und Kassetten-Master-Einheiten und kombinierte Master / Slave-Kassettenmodelle sowie Add-On-Einheiten. Die Mono 2770 war die populärste und erlaubte Bibliotheken und Schulen, um Massen von Kassetten für Förderer und Studenten in einem Durchgang zu machen. Die Stereo 2772 benötigte zwei Pässe und war weniger häufig.

Wollensak musste schließlich die Fertigung der T-1520AV im Jahr 1981 abbrechen. Die Preise hatten US$ 695.- erreicht und wurden immer noch verkauft. 3M erkannte, die 6000 Modelle würden diesen Markt auch bedienen und sie waren billiger. Es gab einen Run auf die verbleibenden Warenbestände von 1520AVs, als die Nachricht (des Endes) publik wurde.

Das Ende von Wollensak 1982

Für 1982 wurden die Kassettengeräte neu gestaltet und größere Meter und andere Verfeinerungen ergänzt. Eine digitale Steuerung wurde hinzugefügt, sowie eine Deluxe-Stereo-Einheit mit Multimedia-Funktionen und weitere voll digitale Funktionen, ein neues Servo-Motor-Laufwerk und andere Features - perfekt für Messen und beeindruckende Präsentationen. Es sah immer noch aus wie Wollensak - nunmehr auf die Zukunft ausgrichtet.

Aber 3M Geschäftsleitung entschied, die Gewinnspanne der Mincom Division war nicht hoch genug. Sie hatten eine Regel, die besagte, dass jede Division oder Abteilung oder Tochterfirma, die nicht mehr als 17% Ertrag erwirtschaftet (die Amerikaner nennen das Return of Investment), wäre nicht der Mühe wert. Wollensak wurde zum Verkauf gebracht und von einer kleinen Firma erworben, die vor allem die Duplizierlinie wollte. Ein paar der traditionellen Modelle wurden für ein Jahr produziert (oder so) und dann eingestellt. Die Duplikatoren setzten sich für eine Weile fort, aber der Wettkampf fing an und schließlich gingen sie auch unter.
Geblieben ist eine Menge von Innovationen und tausende von immer noch funktionierenden Geräten, von denen viele in amerikanischen Museen stehen.
.

Hauptmodelle / Kategorien und ungefähre Daten:

.

  1. T-400, 401, 402 - Mini-Kassetten-Akku-Recorder. (1973-75)
  2. T-524 - Low-End-Angebot von 1963
  3. T-1220 - Mono Version von 1280 (1964-66)
  4. T-1280 - Shrunk Economy Hybrid von 1580 und 1980. (1964-66)
  5. T-1400 - Economy Version von T-1500 (1963)
  6. T-1440 - Economy Version von T-1515-4 (1963)
  7. T-1500 - das ursprüngliche Revere-basierte Design (besser die ursprüngliche Revere Entwicklung), das 1956 eingeführt wurde. Angeboten für 10 Jahre mit verschiedenen kosmetischen Änderungen / Verfeinerungen.
  8. T-1500AV - "Industrie" Version von Original (1965)
  9. T-1500SS - Die Halbleiter-Aktualisierung des ursprünglichen Gerätes. (1967)
  10. T-1515 - Das 1958 "Stereo" -Angebot
  11. T-1515-4 - Die späte 1959 Aktualisierung der T-1515
  12. T-1520 / TS-1520 - AC / 12 Volt Fahrzeugmodell. (1960-2)
  13. T-1520AV - Das aktualisierte (endgültige) AV-Modell. mit Auto Level Recording (ALR) (1969-81)
  14. T-1570 - Mono-Version von T-1580 (1962)
  15. T-1580 - Erster Stereo-Recorder. (1962-66)
  16. T-1600 - Touch-Control-Version von 1500. (1960)
  17. T-1616 - Touch-Control Version von 1515-4 (1960)
  18. T-1780 - Bare Version von T-1980 (1964-66)
  19. T-1980 - Große portable Version des 1580 Gerätes. (1964-66)
  20. T-2520AV - Basis-AV-Kassettenmodell. Mono-Rekorder (1970 - 1981)
  21. T-2522AV - Stereo-AV-Modell. Kein Dolby. (1970 - 1979)
  22. T-2551AV - sehr verbreitetes Klang-/Schieberegler-Modell. (1971 - 1981)
  23. (2500er Serie - Es gibt viele andere Variationen, darunter eine riesige, die einen Kodak Carousel Projektor untergebracht hat. 1971 - 1981)
  24. 2700 Serie - Hochgeschwindigkeitsvervielfältiger. (1973 - 1983)
  25. T-2800AV Serie - Ersatz der Serie 2500 (1982)
  26. T-3000AV - Merkwürdige späte Produktion des originalen Revere-Klassikers. (1965)
  27. 3500 - Batterie tragbar. 5" Spulen (1967-9)
  28. 4100 - Kassette tragbar. Norelco 100 (1965)
  29. 4200 - Kassette tragbar. Norelco 150 (1968)
  30. 4300 - Seltener Kassettenzwilling bis 3500. (1969)
  31. 5000er Serie - Regal-Spulen Gerät. Frühe Versionen hatten 4 Geschwindigkeiten. (1967-69)
  32. 6000 Serie - Ersetzte Consumer- und AV-Modelle außer 1520AV. 3 Geschwindigkeiten (1969-72 bis 1983)

.

Wollensak 524

Aus welcher Zeit diese Modell stammt, ist (noch) nicht bekannt, es war aber noch Mono und hatte eine sehr eigene Bedienung, wie wir sie bei fast allen frühen amerikanischen Konstruktionen fanden.

Beim Vergleich dieser ersten US amerikanischen Geräte mit den deutschen Entwicklungen, die etwa ab 1954 in Massen nach den USA exportiert wurden, hatten die deutschen Geräte einfach das bessere "User-Interface". Als die Amerikaner die Grundig / Saba / Uher Invasion erkannt hatten, haben sie natürlich ganz schnell nachgelegt und vor allem "billigere" Geräte auf den Markt "geprügelt".

Bei sehr sehr vielen Geräten gab es viele Jahre weder ein magisches Auge noch ein Instrument zur Aussteuerung der Aufnahme.

Bei dem Wollensak Modell 524 fällt auf, es hatte 4 Geschwindigkeiten, mit denen die Masse der bei weitem nicht so technikverliebten Amerikaner fast nichts anfangen konnte.

Wollensak 600 (1964)

Wollensak 1220

Wollensak 1280

Wollensak 1400

Wollensak 1500 (1957)

Wollensak 1515

Wollensak 1520

Wollensak 1580 Stereo

Wollensak 1616

Wollensak 1820 Stereo

Wollensak 1980 Stereo

Dieses hier riecht geradezu nach einer Kopie der ersten Ampex Heimgeräte oder auch von den ersten Akai Geräten.

Wollensak 3500

Wollensak 5150

Hier findet man Designelemente wie bei den ersten Braun AG Hifi Geräten, dem Braun TG 450.

Wollensak 5725

Wollensak 5740

Auch ein Stereogerät der ersten Stunden, mit dickem Holzrahmen und zwei billigen aufklappbaren Lautsprechern.

 

Umgespult wurde mit dem silbernen Drehknebel über den Tonköpfen, Start und Stop ging über Drucktasten unter dem Logo. Die skalenlosen Anzeigeinstrumente hätte man auch ganz bestimmt weg lassen können, es gab eh nur einen roten undefinierten Bereich.

Wollensak 5750

Hier ein paar bessere Fotos mit den beiden Lautsprechern. Das war des Amerikaners Traum für 99 Dollar.

Es sieht schon aus wie die Luxus Version mit goldenen Inlets, im Inneren aber bestimmt baugleichzu denanderendieser Serie.

Wollensak 6020 AV

Wollensak 6250

Dieses Gerät war dann vermutlich das Letzte der Wollensak Reihen, bis auch die gemerkt haben, selbst mit der Hilfe von der Mutter 3M wird der Markt nicht größer und vor allem, das bessere Produkt setzt sich durch, die anderen verschwinden.

- Werbung Dezent -
© 2001/2017 - Copyright by Dipl. Ing. Gert Redlich - Germany - Wiesbaden - Impressum und Museums-Telefon - zur RDE-Seite - NEU : Zum Flohmarkt