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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Daß die Digital-Technik das Magnetband abgelöst hat, ist Fakt.

Daß aber bei der Digitaltechnik mit unseriösen Werten geworben wird und der Kunde sich fast nirgendwo informieren kann, was da wirklich abgeht, das ist traurig.

Darum hier ein paar Werte aus der ct Fachzeitschrift mit eigenen Erfahrungen gewürzt.

Die Soundkarte und der Sound-Chip

Früher wurden für die Consumer PCs immer separate ISA oder PCI Soundkarten beworben. Heute ist der Sound-Chip zusammen mit dem Netzwerk-Chip auf dem Main-Board drauf. Das hat alleine preisliche Vorteile und ein Häkchen mehr in der sogenannten "Feature-Liste" gegenüber den Wettbewerbern.

Aber inzwischen haben alle diese Sound-Chips drauf, die einen den etwas teureren, die anderen einen extrem billigen Chip. Solche integrierten Mono/Streo bis 7+1 Chips kosten von 50 Cent an bis ca. 5 Dollar.

Die reißerischen Daten der Digital Werbung

Also der Chip macht die Musik. Der Cip wandelt von analog nach digital und umgekehrt. Manche Chips haben 2 Wandler und manche sogar 4 und andere wiederum nur einen einzigen Wandler für alle Richtungen und alle Kanäle.

Daß das mit einem solchen "einkanaligen" Wandler schon bei Stereo nicht mehr gut gehen kann, ist eigentlich einleuchtend. Ist solch ein billiger Chip erst mal fest aufgelötet, ist er eben da. Wenn es dann nicht klingt und man sucht die Ursachen, weiß man, dieses Board war extrem zu billig.

Und, der digitale Chip allein macht noch keine Musik. Dazu gehören noch weitere interne oder externe analoge Verstärkerstufen von unterschiedlichster Qualität.

Die Qualität an sich ?? Was ist das ??

Für den Gamer ist das der Frequenzgang, der Klirrfaktor und die Anzahl der Kanäle wichtig. Für den Hifi-Fan oder Freak ist das aber der Sound, besser der Klang, der ganz hinten am Ende der "Wandlung" in seiner Edelanlage oder dem Edelkopfhörer wieder raus kommt. Und das ist bei weitem nicht nur subjektiv.

Da wird von 20 bis 20.000 Hz gesprochen und von 120 db Rauschabstand und von 80db Kanaltrennung und und und.......

Doch die Fakten sprechen anderes:
Wenn man eine analoge Musik mit einer Auflösung von 24 Bit sampeln würde, könnte man theoretisch 144db Dynamikumfang erreichen, erst mal rein theoretisch. Doch wo bekommt man diese rauschfreie Musik her ?

In einem Test von modernen Soundkarten des Jahres 2008 hat die ct ermittelt, daß alleine die besten AD/DA Wandler nur maximal 120 db auflösen könnten, also nur die Wandler. Da aber sowohl vor als auch hinter den digitalen Wandlern weitere analoge Verstärker sitzen, (teilweise im Chip) konnten reale Maximalwerte von nur 103 db ermittelt werden. Das entspräche etwas 17 bis 18 Bit Auflösung.

Laut ct erreichten die aufgelöteten (Lowcost-) Soundchips sogar nur maximal 94db Dynamikumfang. Die Stereokanaltrennung erreichte dagegen ca. 70db. Gegenüber der alten analogen Langspielplatte (ca. 35db) ist das eine gewaltige Steigerung.

Vergleicht man das alles mit den besten analogen Studiobandmaschinen von Telefunken und Studer, so sind das schon gewaltige Verbesserungen. Die digitalen Bandmaschinen steigerten den Dynamikumfang der analogen Maschinen (ca. 72db) dann auf über 90db. Auch der absolut lineare Teil des Frequenzganges wurde noch mal gesteigert, doch mit welch gigantischem Aufwand.

Also vergleichbar ist nur die Qualität der CD und der SACD und jetzt wären wir bei den subjektiven Beurteilungen von Qualität und Musik. Messtechnisch sind wir am Ende der Fahnenstange angekommen.

Werfen Sie einen Blick in unser Hifi-Museum. Dort finden Sie mehr über die High-End Technik und deren Historie.





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