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Als die ersten Schultonbandgeräte aufkamen

Wir sind in den Jahren 1953 bis 1955. - Im aufstrebenden Deutschland West und auch im Deutschland Ost wurde in der Schule die für damalige Zeiten modernste Technik eingeführt - das Tonbandgerät. Was im Westen ganz am Anfang das "Phonorex" von Max Ihle war, war im Osten das BG19, welches in erstaunch großen Stückzahlen hergestellt worden sei (laut Auskunft eines damals Beteiligten Mitarbeiters).
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Dann kam Max Grundig mit dem TK5 als Einbau-Chassis

Der Grundig TK5 Schul-Koffer 1
Der Grundig TK5 Schul-Koffer 2

Während Max Ihle sein klobiges und sehr schweres Phonorex komplett mit Koffer und Verstärker und Lautsprecher anbot, gab es bei Max Grundig eine Sonderform des TK5 (TK = Transport Koffer-Modell 5) als Einbau-Chassis. Und mit diesem Chassis bauten Nachkriegsfirmen wie die Firma Kirsch, auch meist kleine Einmann-Unternehmen, die etwas leichteren und vor allem preiswerteren Schultonbandgeräte.

Und jetzt war fast allen Volkschulen bzw. "Allgemeinbildenden Schulen" der Weg zu damaligem "Hightech" geöffnet. Heute lächeln wir über diese großen Kisten von damals, aber es war 1955 für die Schüler wie auch für die Eltern wirklich ein Erlebnis, die eigene Stimme oder die des Schul-Chors aus dem Lautsprecher zu hören.
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Während das Phonorex mit dem Frehknebel in der Mitte eine "sehr spezielle" Spezialkonstruktion war, die in recht kleinen Stückzahlen hergestellt wurde, war das TK5 Chassis ein typisches frühes fast schon ausgreiftes Grundig Massenprodukt mit leicht bedienbaren Drucktasten und dazu mit professioneller Fabrikation in großen Stückzahlen.

Vor allem war bei Max Grundig der Preis super. Max Grundig gab bei seinen Ingenieuren die Devise aus, wir bauen nichts unter 10.000 Stück.
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Und auch Telefunken war mit dabei - mit dem M85

Das Telefunken M85 war schon etwas aufwendiger und deutlich teurer als das TK5 von Grundig und natürlich auch wieder schwerer. Das Telefunken M85 hatte zwei sensible mechanische Bandzug-Regler, die das damalige Tonband schonender um die Magnet-Köpfe herum zog als beim Grundig TK5.

Alle diese Schul-Geräte, die wir bei uns haben, sind sowohl für Schüler wie auch für Lehrer viel zu schwere Kisten, so war das damals.
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Damals waren es alles noch Mono-Röhrengeräte

Und die Firma KIRSCH aus Duisburg baute eigene Verstärker und Lautsprecher in diese Koffer hinein. Der Ton sollte ja ganze Klassenzimmer füllen - was oft nur mühsam gelang. Alleine die Netztrafos und die Ausgangsübertrager dieser Konstruktion brachten mehrere Kilo an Gewicht mit.

Wir haben die Koffer nicht mehr geöffnet, um weitere Fotos zu machen, denn mit Hifi hatte die ganze Geschichte nichts zu tun. Auch waren bei diesen Koffern keine Mikrofone mehr mit dabei, sodaß wir die Funkton nicht mehr ausprobieren wollten.
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Der Grundig TK5 Schul-Koffer 1

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Der Grundig TK5 Schul-Koffer 2

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Der Telefunken M85 Schul-Koffer

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Und das gab es auch - der PE- Schul-Koffer Plattenspieler

Und das gab es auch noch. Die Firma Kirsch baute auch ein ganz simples Plattenspieler-Chassis von Perpetuum Ebner in einen Koffer und auch wieder mit einem eigenen Verstärker und sogar 2 Lautsprechern.
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