Was gibt es Neues hier auf den Magnetband Seiten ?
Hier schreiben wir Wichtiges und weniger Wichtiges, Fachliches und manchmal auch Fremdes über die Magnetbandtechnik. Und später archivieren wir das. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern. Übrigens, Neues aus dem Fernsehmuseum finden Sie hier.
10. März 2010 - Dicht am Schicksal vorbeigeschrammt . .
Mit etwas Glück und natürlich dem Zufall, ich war abends um 23.oo Uhr noch im EDV-Labor, haben wir eine größere Katstrophe verhindert. Als die Nachbarn sich bemerkbar machten, brannte es im Nachbarhaus erst unsichtbar innen drinnen und der Rauch war mäßig. Als die sich über eine Leiter in Sicherheit gebracht hatten, ging es richtig los.
Dann fing es an, vorne auf der Straße gefährlich zu klirren und zu knistern und zu krachen und es brannte lichterloh. Unsere Internet-Redaktion ist in dem linken Gebäude im Erdgeschoß und das ganze linke Haus ist dick mit Styropor gedämmt.
Das Warten auf die Feuerwehr dauerte eine gefühlte Ewigkeit, denn ich habe mal nebenan zwei Scheunen in "Nullkommanix" abbrennen sehen. Es war nahe dran, das muß jetzt erst mal verdaut werden.
März 2010 - Die erste März-Woche war voller seltener Ereignisse.
In der ersten Märzwoche haben wir unser allererstes franzö- sisches Tonbandgerät - "Made in France" - bekommen. Ein Dank an den Spender. Zumindest ich als Autor hatte noch nie ein französisches Tonbandgerät gesehen oder in den Händen gehalten. Bilder folgen umgehend.
Dann durfte ich am 5.3.2010 an einem Zeitzeugengespräch mit den ganz wenigen verbliebenen Mikrofon Herstellern und Experten samt Führung im Museumsfundus in Heusenstamm teilnehmen. Grund der Einladung war der 71. Geburtstag von Herrn Dr. Götz Corinth aus Mainz, der sich sehr sehr ausführlich mit der Physik des Hörens und der Mikrofone beschäftigt hatte. Die Spitzen von Neumann/Berlin, Neumann/Gefell und Schoeps/Karlsruhe waren ebenfalls zugegen. Weitere Zeitzeugen- Berichte werden folgen.
Und am Abend des 5.3. hatte ich ein mehrstündiges Telefonat mit Wolfgang Bogen aus Berlin (4 Stunden), einem der weltweit ganz wenigen Experten der Magnetkopfentwicklung und Herstellung.
Feb. 2010 - Wir haben ein VEB Studiolaufwerk T211 bekommen
Im Westen waren sie den "Nicht-Runkfunklern" nahezu unbekannt. Doch auch "drüben" gab es selbst entwickelte edle Tontechnik. Volltransistorisiert waren sie auch und mit dicken Chassisplatten und dicken Motoren ausgerüstet. Und schwer waren sie auch, wie die von Telefunken und Studer, also für die Ewigkeit gebaut. Doch die Ewigkeit war Mitte der 90er Jahre auch beim DDR Rundfunk bereits zuende.
Feb. 2010 - Am 5.2. gerade mal 2 Tage später kam eine deutsche AEG KL15D Perle aus Anfang 1953 angeflogen.
Wir haben ein AEG KL15 D geschenkt bekommen. Es war der Versuch der AEG, aus der brillianten Erfahrung von vor 1945 jetzt Ende 1952 auch im Consumerbereich einzusteigen. Grundig hatte es mit dem Reporter vorgemacht, da tat sich ein Markt auf. Auch hier hat uns der Spender mit umfangreicher Dokumentation eine große Freude gemacht. Es waren sogar Farbprospekte aus 1952 dabei, die ja "angeblich" noch verboten waren mangels Papier und Druckfarben.
Auch waren einige ganz frühe BASF Prospekte dabei, Sie können die bald alle bewundern. Dazu war es die "D" Version mit Verstärker und Lautsprecher im Deckel und der kompletten Plattenspieler Ausrüstung. Alles zusammen für damalige ungeheure 1.085 Mark. Der Vater des Autors verdiente 1952 (als erfolgreicher Kinotechniker) etwa 210 Mark. Es waren also fast 5 Monatsgehälter und das war damals verdammt viel.
Feb. 2010 - Wir haben ein Viking 88 geschenkt bekommen.
Das Viking 88 bzw. fast alle Geräte des Herstellers Viking aus Minneapolis/Minnesota hatten mindestens 2 Motoren und 3 Ton-Köpfe, später sogar 3 Motoren und waren im Inneren durchaus von semiprofessioneller Qualität. Viele Typen stammen aus 1963/64 und hatten bereits ein paar Silizium Transistoren neben den meist 5 Röhren. Auf jeden Fall war das 2 Motoren Laufwerk einfacher und robuster als die komplizierte 1 Motoren Mechanik der üblichen Consumer Geräte. Und es waren sogar die orginalen Unterlagen samt Schaltplan dabei. Wenn wir heute lesen, daß es damals in den USA mal gerade 90 Tage Garantie auf Teile und Arbeit gab, dann lächeln wir. Doch bei uns in Deutschland gab es nur das Doppelte, nämlich auch nur 6 Monate. Mehr über diese Vikings finden Sie hier.
Feb. 2010 - Was ist auf einem Band "drauf" ?
Magnetbänder sind braun oder schwarz oder irgendwie "undurchsichtig". Man sieht nicht, was da drauf ist, ähnlich jedem anderen Datenträger wie der Schallplatte oder der CD / DVD. Beim Band kann man mit einem Trick aber schon etwas sehen. Dazu gibt es spezielle Mikroskope und Emulsionen. Einen Einblick bekommen Sie hier.
Zum 1.Feb. 2010 haben wir diese Seiten neu umstrukturiert. Wenn es nicht weiter geht, klicken Sie bitte auf "Homepage".
Nov. 2009 - seltene Bilder aus der AGFA Bandproduktion
Wie wurde oder wird Magnetband wirklich produziert ?
Seltene alte Dias sind uns geschenkt worden mit weiteren uralten Broschüren und Beschreibungen und Ordnern und dazu dieser Riesenmenge an CC-Kassetten.
Hier finden Sie weitere Bilder.
Sept. 2009 - Wer wieder Spaß am nostalgischen Tonbandgerät hat - es gibt da einen Verein, den Ring der Tonbandfreunde.
Durch einen Zufall hat der Autor gr Kontakt mit dem "Ring der Tonbandfreunde" bekommen und diesen Kontakt intensiviert. Der RDT ist jetzt über 50 Jahre alt und hat das Kommen und Gehen der Tonbandtechnik hautnah mitbekommen. Die verblieben Mitglieder haben immer noch Kontakte in alle Welt. Nachdem über sehr lange Zeit der Tonbandrundbrief in gesprochener Form an die Mitglieder geschickt wurde, ist es jetzt eine Zeitschrift mit Nachrichten und Informationen, die die vergangene und die aktuelle Technik betreffen.
Wenn Sie Spaß daran haben, sich mit den Tonbandfeunden auszutauschen, da gibt es eine Homepage, die gerade überarbeitet wird. www.rdtev.de
Nachdem auch dort "die Moderne" Einzug gehalten hat, ist der Verein für alle Gruppen und Freunde der Aufzeichnung von Ton und Bild auch auf modernen Medien offen und freut sich über jeden Interessenten, der gerne mal im kleinen Kreis über die genialen Erfindungen von damals plauscht.
Sept. 2009 - Das sind die Schätze, die wir suchen.
Es war wieder mal wie Weihnachten. Aus alten Quellen des ehemaligen Magnetbandproduzenten AGFA haben wir eine große Sammlung nicht nur sämtlicher jemals in Deutschand verkauften Philips CC Kassetten geschenkt bekommen, sonder auch weitere Muster aus allen Ländern.
Dazu gab es auch noch eine Unmenge an Dokumentationen und vor allem zwei Ordner mit aufgeklebten Schnipseln von sämtlichen jemals produzierten Magnetbändern von AGFA. Und es waren erstaunlich viele Informationen über die BASF dabei. Das sind die historischen Schätze, die wir suchen.
Aug. 2009 - Neu gestaltete Einstiegsseiten zum Magnetbandmuseum und zum Tonbandmuseum.
Alle diese Seiten "wohnen" logistisch immer noch im "used-dlt" Web (= gebrauchte DLT Laufwerke). Dort begann vor vielen Jahren der Ursprung dieser Museumsseiten.
Aus technischen Gründen (wegen tausender von Links) kann der Museumsbereich nicht ausgegliedert bzw. verselbständigt werden. So ist der direkte Einstieg auch an www.useddlt.com vorbei möglich.
Von draußen kommen Sie jetzt auch über www.magnetbandmuseum.info und www.tonbandmuseum.info direkt auf diese Seiten.
Aug. 2009 - jetzt über 63.000 Musikstücke auf meiner 750 Giga USB-Platte
Auf den Seiten von www.k7r.de wird beschrieben, wann Sie was kopieren dürfen. Ich habe alle juristischen Regeln beachtet und Musiken nur mit Freunden ausgetauscht. Es sind jetzt über 280 Gigabyte MP3 Dateien. Sicherlich ist da sehr viel Murks dabei und viele viele Schnulzen. Selbst wenn ich dann noch ein Drittel als Duplikate abziehe, bleibt noch gigantisch viel zum Lauschen übrig.
Das Spektrum geht von qualitativ hochwertig bis zu absolutem Krach und Müll. Und natürlich habe ich auch ganz viele Sücke als Wave-Datei aufgehoben, zum Vergleich.
Aug. 2009 - die M15 wiegt fast 55 Kilo - warum ?
Also dieses Bandgerät sollte den Atomkrieg überleben, vermutet man beim ersten Anheben. Es sind nicht ganz 54 Kilo, nur sieht das Teil ohne die Blende und Abdeckung so schwer aus, wie es sich anfühlt. Darum hier mal ein Größenvergleich mit der allbekannten A77. Viele Zeitgenossen machen sich einfach keine Vorstellungen von deutscher Rundfunkqualität.
Zwei kräftige Mannen haben es mit Mühe zwei Stockwerke in mein Studio hoch getragen. Die M15 Truhe hat auch bereits neue Beine bekommen und ist auch schon oben. Es mangelt noch an den (uralten) Großtuchel Steckern, die unterwegs sind.
Juli 2009 - ein Sommermärchen für uns vom Museum
Viel Arbeit und große Mühe lohnen sich immer. Auch wenn es nur ein virtuelles "Lohnen" ist.
Viele haben sich bereits in diese technischen Museumsseiten eingelesen und fördern unser Tun, so gut sie können. Auch die vielen kritischen Untertöne zwischen den Zeilen werden sehr genau beachtet und auch oft explizit gelobt.
Im Sommerloch in Juli 2009 hatten wir unser absolutes Highlight hier in Wiesbaden. Hatte ich bisher viele Geräte und Prospekte bei den Spendern abholt oder für einen "symbolischen" Euro gekauft, standen immer öfter Montag Morgens 1 bis 5 Tonbandgeräte sauber verpackt vor dem Tor. Andere kamen unvorangemeldet per Paketdienst.
Doch am 6.8. kamen ein (wirklich fast neues) UHER Report 4200 IC samt einem Stoß ganz alter Magazine aus 1936 bis 1938 und dazu auch noch 2 historische 1949er Tonbänder (Bandwickel mit AEG Kern) mit Aufnahmen aus 1938 in einem edlen feurroten Ferrari zu uns auf den Hof gefahren.
Ich muß gestehen, für einen Ferrari hatte es bisher in meinem Leben nicht gereicht. Und so konnte ich das wirklich faszinierende Gefährt auf dem eigenen Hof erstmalig ausführlich bewundern. Leider oder glücklicherweise sind meine Beine viel zu lang für den flachen 400PS Power-Flitzer.
Das Uher habe ich kurz darauf "einfach mal so" in Betrieb genommen, nachdem es bestimmt 20 Jahre in einem Schrank gewartet hatte. Bis auf das Rückspulen hat es wirklich funktioniert, etwas brummig hat man dem Reibrad die widerwillige Arbeit abgelauscht, aber im Prinzip war die Aufnahme super, nach 35 Jahren. Es ist vermutlich auch unser jüngstes Report 4000, die anderen Vier gehen schon nicht mehr.
Die Musiken auf diesen historischen Tonbändern werden wir sorgfältigst aufarbeiten (Telefunken M15) und auf MP3 konvertieren und auf den Tonbandmuseum Seiten zum Download bereitstellen. Bitte etwas Geduld.
Juni 2009 - Renaissance für alte Tonbandgeräte bei ebay.de
Es ist unglaublich, was zur Zeit alles an Bandgeräten verhökert wird und wieviel dafür geboten wird. Hatte ich vor ein bis zwei Jahren für ein Uher Report 4000 noch 5 Euro gezahlt, sind es jetzt schon 100 bis 120. Für ein Uher 560 Royal sind teilweise Gebote über 150 Euro plaziert worden. Ob das alles mit rechten (redlichen) Dingen zugeht, werden wir vermutlich nie herausbekommen, also ob der Verkäufer über Freunde hat mitbieten lassen, um den Preis hoch zu treiben.
Also Vorsicht mit den 40 Jahre alten Gurken oben vom Speicher oder unten aus dem Keller. Auch ein Uher 560 Royal ist nur noch 10 bis 20 Euro wert, und sei es noch so "neu". Und bei unter Null Grad mit Feuchtigkeit bekommt das Aluminium seine Probleme.
Apr. 2009 - Telefunken M15 eingelandet
Durch Zufall und mit etwas Glück haben wir eine Telefunken Stereo M15 mit internationaler Schichtlage und Motorregelung über Pilotton erhalten.
Mit nur ca. 4700 Stunden ist diese Bandmaschine sehr sehr wenig gelaufen. Auch sonst ist sie in sehr gutem Zustand, es gibt keine Beulen oder Kratzer. Einblicke und Bilder lesen Sie hier.






















