Von dem ehemals engagierten Tonbandamateur H. H. aus Nürnberg haben wir ein UHER SG 630 mit Seriennummer 3816 samt Zubehör als Geschenk überlassen bekommen. Vielen Dank.
Und er hat uns sogar die originalen historischen Kauf- und Reparaturbelege mitgegeben, dafür nocheinmal ein besonders herzliches Dankeschön.
Wie von so vielen anderen Besitzern und auch von alten Uher Technikern bereits gehört, dieses Logic SG 630 war eigentlich nicht ausgereift. Die Omega-Umschlingung der Capstan Welle sollte das dringend benötigte schlagende Verkaufs- Argument sein, doch es wurde zum finalen Bumerang.
Je nach Band, also der jeweiligen Band-Rückseite, mit oder ohne Beschichtung änderte sich die absolute Bandgeschwin- digkeit und zwar nicht reproduzierbar. Also beim Abspielen konnte man es angeblich hören, daß es mal schneller und mal langsamer lief, eigentlich ein extrem langsames auf und ab Jaulen.
Und das SG 630 war ein preisliches Spitzenprodukt zum Sonderpreis von 1600.- Mark damals (eigentlich 1898.-). Den Autor gr haben inzwischen recht viele ehemalige 630 Fans traurig angerufen und ihr Leid geklagt. Aber wir können da auch nicht mehr helfen, es kann so nicht gehen. Es fehlt an der notwendigen sogenannten Haftreibung zwischen der Rückseite des Bandes (dem Trägermaterial) und der Capstan Achse, die zum gleichmässigen stabilen Vortrieb des Bandes als Mindestmaß benötigt wird.
Bei den diversen Home-Videorecordern hatte man das dort auch (noch mal) versucht und ist sogar noch weitaus später in den späten Achtzigern nochmal auf die Nase gefallen.