Jetzt stiegen natürlich die Ansprüche, denn meine Revox A77 konnte ja mehr als der Rest meines einfachen Equipments. Und ein paar Bänder mit dieser Darmstädter Live Musik (besser : edle aber merkwürdige Aufnahmen von akustischen Instrumenten) hatte ich auf Studio-Band übrig.
Also ein richtiger Receiver musste her, natürlich nur vom Feinsten und das war inzwischen der SONY STR-6120. Der war edel und gut und schwer und teuer (der sollte im Hifi-Laden 3298.- Mark kosten), also wieder mühsam und akribisch alles zusammenkratzen und schwupps, da war er (natürlich viel viel preiswerter als diese virtuellen 3200.- DM).
Dazu zwei dicke Warfdale Dovedale Boxen, die klangen damals deutlich besser als die HECO Mittelklasse. Den super tollen Scott 312D UKW Tuner oben im Bild hatte ich sogar behalten, denn der konnte Saarbrücken in UKW Stereo hier in Wiesbaden empfangen. Der dynamische Kopfhörer Koss Pro4-A mußte einem sehr teuren Elektrostaten weichen, einem Koss ESP-9. Doch damit hörte man jetzt (leider) alles von den Aufnahmen und Schallplatten (und sogar die Flöhe husten).
Und das war gar nicht gut, denn die Ansprüche stiegen wieder dramatisch an. Die Platten wurden nur noch "naß" gespielt, dann war das Knacken und zumeist auch Rauschen weg. Bessere 26er Bänder wurden in Mengen angeschafft, denn es sollte mindestens die UKW Qualität wieder runter kommen.
Doch irgendwann mußte doch der "Spleen" ein Ende haben, aber nein. (Einen "Spleen" hat jemand, der nicht mehr richtig tickt!)