sei das oberste Gebot in 22 Grundig Werken. Na dann . . . . . - Also alle 25 .000 Mitarbeiter sind jetzt auf Qualität eingeschworen, heißt es dort auf Seite 2. Wir wissen aber (im Nachhinein) von den im Herbst stattfindenden olympischen Spielen 1972 in München, daß dort ca. 5000 der größten neuen Grundig Farbfernseher aufgestellt werden sollen. Ein toller Auftrag und sehr sehr werbewirksam. Olympia entscheidet sich immer für den Besten, so sagte man.
Und jetzt wurde gerade die Produktion auf die neuen Super Color Geräte umgestellt. Es gibt jetzt also keine "Zauberspiegel" mehr, bei denen die Farbe so zauberhaft umher gelaufen war.
Die neue Steck-Modultechnik löse die gesamte Röhrentechnik ab, spare Strom, sei sicherer und besser usw. usw. Es ist schon ein richtiger und wichtiger Schritt nach vorne, alles in einem Fernseher in Steckmodule zu packen, denn der Service im Feld hatte schon so seine Probleme. Es gab jetzt nur noch die Farbbildröhre als Röhre. Und auch damit setzte Grundig wieder Maßstäbe.
Doch er hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Neue Konstruktionen mit völlig neuen Iden und völlig neuen Bauteilen können auch schon mal als Bummerang zurückkommen. So geschehen mit dieser Serie. Die Steckmodule waren nicht temperaturstabil. Das Chasis funktionierte im herausgeklappten Zustand grandios. Die Bauteile heizten sich nicht gegenseitig auf. Stand das Chassis aber dann senkrecht mit dem Deckel samt der Luftlöcher drüber, gab es eigentlich marginale thermische Probleme und die Konvergenz wanderte "ein wenig".
Doch wie viel ist "ein wenig" ?
Die Palette der Farbgeräte wurde wieder auf 7 reduziert. Ab Seite 14 wurde wieder 2seitig für die Farbe in den beliebten Fernsehshows geworben bzw. damit geworben.